Hugo Wrmblfzz hat geschrieben: 20.09.2026 18:28
Ich wollte mich nicht beeinflussen lassen, und habe nicht wirklich alle Kommentare nachgelesen, seht mir also bitte nach, falls ich das ein oder andere wiederhole. Zudem bin ich bislang nicht bekannt dafür, dass ich böse kritisiere, aber heute kann ich nicht anders.
Du bist nah an der Tabellenspitze, hast ein Abendspiel mit Flutlicht, 4.500 Zuschauer und einen Gegner, der immer danach strebt das große Oldenburg zu ärgern. Was braucht es denn mehr Motivation für solche in Spiel? Da darf sich jeder Spieler mal gerne selbst hinterfragen. Gegen Hannover war die Einwechslung von Louis Hajdinaj einer der entscheidenden Momente: Er hat den Flügel beackert und ist bis zur Grundlinie gelaufen, um kluge Flanken oder Pässe zu schlagen. Das war wichtig und entscheidend. Ihn dann als rechten Verteidiger auflaufen zu lassen ist für mich nicht nachvollziehbar. Ich weiß, dass wir das auch letzte Saison das ein oder andere Mal gemacht haben, mit dürftigem Erfolg! Louis gehört ins Mittelfeld. Folgerichtog kam der Rückstand auch über die rechte Seite.
Nach 22 Minuten, nach dem 0:2 hätte ich bereits MINDESTENS 2 Wechsel vollzogen. Leon Demaj war wie Falschgeld auf dem Platz. Ich habe mit ihm tatsächlich ein Problem. Wenn er mit der letzten Faser seines Körpers kämpfen würde, den Bällen nachgehen würde und alles reinwerfen würde (was im übrigen für die gesamte Mannschaft gilt), dann kann ich ohne wenn und aber mit einer Niederlage leben. Aber gestern fühlte es sich nach einem: Wir ergeben uns unserem Schicksal an. Und da haben wir noch nicht über Qualität oder ein Spielsystem geredet: Mir geht es um die Einstellung! Allen voran Leon, der eigentlich Führungsspieler sein KÖNNTE. Gegen Hannover war zudem die Einwechslung von Leon Deichmann ein Kriterium, was uns Stabilität in der Abwehr gegeben hat. Otto oder Deichmann? Für mich eher Deichmann, weil er kompromisslos ist, zugegeben ab und an etwas hölzern, aber er kann meiner Meinung nach besser führen.
Was ich aber absolut nicht nachvollziehen kann: Wie kann es sein, dass 4, 5 Spieler von Jeddeloh aus dem JFV NW bei Jeddeloh spielen? Das sind "unsere" Spieler und das ist mein größter Vorwurf an den Trainer. Wir geben der "Jugend" zu wenig Chancen! Warum wirft man nach dem 0:2 nach 20 Minuten nicht Hagen für Leon Demaj rein? SCHLECHTER hätte er es nicht machen können. DER hätte jedenfalls seine Seele auf dem Platz gelassen.
Die Einwechslung von Heimberger FÜR Kasper schlägt dem Fass den Boden aus. Gegen Hannover hat das ansatzweise funktioniert, weil Deichi die Abwehr stabilisiert hat. Dass man Heimberger, den ärmsten Tropf auf der Schlüsselposition alleine lässt ist meiner Meinung nach fahrlässig. Er hätte einen gestandenen Spieler auf der 6 neben sich gebraucht, aber das ist ja unsere Diskussion seit langem. Man hätte aber Otto vorziehen können und Deichi in die Abwehr stellen. Folgerichtig macht Nelio den Fehler zum 0:3. Wenn aber einer von uns ihm das vorwirft, oder sagt, die Jungen kannst du nicht bringen, dann wäre das flasch. Ich bin dankbar dafür, dass er diese Chance bekommt und weiß, dass der Fehler ihn besser machen wird. Ich fürchte nur, dass er seine Chance, nicht so schnell wiederkommt.
Die Auswechslungen kamen für mich grundsätzlich wieder zu spät. Wie gesagt, ich hätte nach 20 Minuten vielleicht schon 2 Spieler gewechselt, als Zeichen, Jungs, so geht das nicht... Und dann kommen wir zur Spielphilosophie: Welche Philosophie überhaupt? Einfach: Lang und schmutzig... Keine Läufe zur Grundlinie, kaum verwertbare Flanken, viel zu durchsichtig, unglaublich und täglich grüßt das Murmeltier, sprich, die letzte Saison: Wir sind limitiert, wir sind zu langsam, zu unsicher am Ball, ideen- und planlos. Was Peitzmeier da macht ist für mich nicht nachvollziehbar, was soll denn das Gelumpe? Der war zum Teil am 16er des Gegners mit seinen Flanken. Stattdessen hätte man bis zur Grundlinie ziehen können (aber nicht unser TW) und flanken können.
Aber selbst dann hätte man sich auf dem Platz zerreißen können. Das Gefühl hatte ich nicht. Es war ein ganz trauriges Erlebnis gestern, weil es der alte Trott war, den wir gefühlt schon 100x hatten. Wir waren zu schwach, zu zahnlos und nicht in der Lage gegen einen motivierten Gegner zu gewinnen. Auch hatte ich nicht das Gefühl, dass irgendein Spieler die Ärmel hochkrempelt und die Spieler mitreißt. Es war der übliche Einheitsbrei OHNE Entwicklung. Wie ist denn die Stimmung in der Mannschaft? Ich weiß es nicht!
Mein Vorwurf: Entweder haben die Spieler dem Trainer nicht zugehört, oder der Trainer hat es nicht geschafft, die Spieler auf das Spiel vorzubereiten. Nochmal: 4.500 Zuschauer, Nieselregen, Flutlicht, alle Fans heiß wie Frittenfett, die Tribüne hat mitgemacht, beim Wechselgesang dieses Mal unendlich lange. Was will ein Fußballer denn mehr? Was braucht er denn mehr? Unfassbar, unglaublich und niederschmetternd... SCHADE Chance vertan...
Und spätestens beim nächsten Heimspiel bin ich wieder da...