Wie man Fussballfans kriminalisiert - eine Chronik

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Soccer_Scientist
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Wie man Fussballfans kriminalisiert - eine Chronik

Beitrag von Soccer_Scientist »

Hier ein Versuch der Rekonstruktion der Geschehnisse bezüglich der Spielabsage vom Wochenende:<br><br>Die Mitteilung über die Spielabsage bzgl. Sicherheitsbedenken erreichte das VfB-Fans am Donnerstag (4 Tage vor Spielbeginn) und kurze Zeit später konnte man auf der Homepage des VfL Osnabrück lesen:<br><br>
<br>Lokalderby der U 23 aus Sicherheitsgründen verlegt!<br><br>Das für Sonntag angesetzte Heimspiel der U 23 des VfL Osnabrück gegen den VfB Oldenburg muss aus Sicherheitsgründen verlegt werden. Neuer Termin ist der 4. Mai 2005 um 19.00 Uhr.<br><br>Klaus Bittigau vom Niedersächsischen Fußballverband begründete die Entscheidung mit dem Umstand, dass die Polizei in Osnabrück keine Sicherheitsgarantie für das Sportgelände "Klushügel" abgeben konnte und die osnatel ARENA  nicht zur Verfügung steht.<br><br>Nach Informationen der Oldenburger Polizei sollen gewaltbereite Jugendliche aus Oldenburg am kommenden Wochenende zu diesem Punktspiel der Niedersachsenliga "Aktionen" geplant haben. <br>
<br><br>http://www.vfl-osnabrueck.de/s4381.html<br><br>Genaueres konnte dann einen Tag später ein Artikel in der Nordwestzeitung geben:<br><br>
<br>OLDENBURG - Auf großes Unverständnis stieß gestern beim VfB Oldenburg die Absage des Niedersachsenliga-Spitzenspiels zwischen Spitzenreiter VfL Osnabrück II und dem Tabellendritten VfB. Spielleiter Klaus Bittigau hatte die für Sonntag geplante Partie aus Sicherheitsgründen gestern kurzfristig abgesetzt, weil die Osnabrücker Polizei keine Sicherheitsgarantie für das Sportgelände „Klushügel“ geben konnte und Ausschreitungen zwischen den Fans beider Lager befürchtet wurden. Das Spiel soll nun am Mittwoch, 4. Mai, im Stadion an der Bremer Brücke ausgetragen werden.<br><br>Den Stein ins Rollen gebracht hatte die Oldenburger Polizei – offensichtlich obwohl keine konkreten Hinweise auf eine geplante Randale vorlagen. Deren Fan-Beauftragte hatten den Kollegen in Osnabrück gemeldet, dass etwa 80 VfB-Anhänger anreisen würden, darunter womöglich 15 bis 20 gewaltbereite, jugendliche Hooligans. „Da es in dort auch eine kleine Szene gibt, hat sich die Osnabrücker Polizei wohl für den Weg des absolut geringsten Widerstandes entschieden, und dem VfL keine ausreichende Sicherheitsgarantie<br><br>signalisiert“, erläuterte Sascha Weiß, Pressesprecher der Polizei in Oldenburg, auf Nachfrage. Grund: Am „Klushügel“ können die beiden rivalisierenden Fan-Gruppen nicht durch Zäune voneinander getrennt werden.<br><br>„Da kein Ausweichplatz zur Verfügung stand, wollten wir nichts anbrennen lassen und haben uns dazu entschieden, das Spiel zu verlegen“, sagte Bittigau und fügte hinzu: „Es ist traurig, dass solche so genannten Fans jetzt schon in der fünften Liga derart Einfluss auf den Sport nehmen können.“ Zudem seien einige der VfB-Fans in dieser Saison schon zweimal unangenehm aufgefallen. Der Verein sei daher wegen der „Vernachlässigung der Platzdisziplin“ zu Strafgeldern verdonnert worden. „Man muss sich Fragen, ob solche Clubs nicht bereits einen Fanbeauftragten benötigen.“<br><br>„Den Austausch mit den Fans führen wir doch schon“, zeigte VfB-Vorsitzender Frank Lachmann gestern „völliges Unverständnis“ für die Absage und verwies auf die gute Zusammenarbeit mit der Oldenburger Fan-Initiative (OFI). „Da gibt es keine Gewaltbereitschaft, deshalb gehe ich von einem Missverständnis aus“, verwies er auf friedliche Protestaktionen, wie das Fernbleiben aus dem Stadion beim letzten Heimspiel des VfB. „Wer seine Meinung derart kundtut, verdient Respekt.“<br><br>Auch Sandra Musiol, Sprecherin von OFI, hält die Absetzung des Spiels wegen befürchteter Ausschreitungen für absolut überzogen: „Es ist unglaublich. Seit Ewigkeiten ist nichts mehr passiert. Früher gab es wohl solche Leute beim VfB – die sind mit den sportlichen Abstiegen allerdings gegangen. Wir haben uns auf ein schönes Spiel gefreut, wollten mit dem Bus anreisen und jetzt kommt so etwas.“ Schlimmer noch, angesichts des neuen Termins mitten in der Woche dürften nun viel weniger VfB-Fans den Weg nach Osnabrück finden.<br>
<br><br>Wir halten also fest, dass es keine konkreten Hinweise gab und unser Präsident Frank Lachmann von einem Missverständnis ausgeht.<br><br>Das "Fussballgeflüster" von Horst Hollmann weiss zusätzlich folgendes zu berichten:<br><br>
<br>Verspielt hat die Niedersachsenliga ihren Ruf, eine Klasse zu sein, in der wirklich noch sportliche Kriterien entscheiden. Zum ersten mal gibt es eine Spielabsage, weil Ausschreitungen von Fans befürchtet werden. Das Spitzenduell VfL Osnabrück 2 - VfB Oldenburg am Sonntag wurde abgesagt, weil die Polizei Kunde vom geplanten Besuch einiger Krawallmacher aus Oldenburg erhalten hatte. Es handelt sich nicht um aktuelle Fans der Oldenburger Mannschaft, sondern um entfernte "Fußballfreunde", die offenbar mit Osnabrücker Anhängern alte Rechnungen begleichen wollten.<br>...<br>
<br><br>Richtig dicke kam es nun in der Neuen Osnabrücker Zeitung:<br><br>
<br>"Sicherheit in Gefahr"<br><br>20 gewaltbereite Oldenburger sorgen für Spielverlegung<br><br>Ein Novum erfährt der Amateurfussball in dieser Region ohne darauf stolz sein zu können, denn eine Spielabsage steht unter einem wenig rühmlichen Stern : Da gewaltbereite Jugendliche aus Oldenburg Aktionen geplant haben, setzte Klaus Bittigau gestern das für Sonntag vorgesehene Spiel der Niedersachsenliga zwischen VfL Osnabrück II und VfB Oldenburg ab.<br><br>"Es ist schon traurig, dass solche 'Fan'-Gruppen Einfluss auf unseren Spielplan haben", erklärte der für diese Liga im Verbandsspielausschuss zuständige Funktionär, der die Partie für Mittwoch, 4.Mai, um 19 Uhr in der osnatel Arena neu ansetzte. Bittigau berief sich dabei auf eine Information der Oldenburger Polizei an die Kollegen in Osnabrück sowie eine Prüfung der Lage durch die Polizei Osnabrück, was Herbert Reichelt auf Anfrage bestätigte : "Unser Einsatzleiter Wilfried Völler hatte Sicherheitsbedenken, weil man die Anlage Klushügel nicht entsprechend sichern kann."<br>Auf der offenen Anlage Klushügel, wo die Reserve des VfL überwiegend spielt, sind die Fans aus zwei Lagern nicht voneinander zu trennen wie in der osnatel Arena, wohin das Spiel nicht verlegt werden konnte, weil sie mit Blick auf das Damen-Länderspiel am 21.April zwischen Deutschland und Kanada an diesem Wochenende nicht mehr genutzt werden darf.<br><br>Auf die Anlage der Sportfreunde Lotte wurde als Ausweichmöglichkeit diskutiert, jedoch verworfen, so dass ein neuer, freier Termin am 4.Mai gefunden wurde. Laut Polizei-Oberkommissar Reichelt, der in der Fan-Szene als Beamter erfahren und tätig ist, haben die Kollegen aus Oldenburg etwa 150 Besucher angekündigt, davon 20 gewaltbereite. Ein dafür notwendiges Polizeiaufgebot zur Wahrung der Sicherheit auf einer offenen Anlage wie Klushügel stehe in keinem Verhältnis und sei entsprechend auch aus Kostengründen nicht vertretbar. Dabei geht es dem vermeintlichen VfB-Anhang weniger um die VfL-Reserve als Gegner auf dem grünen Rasen als vielmehr um alte und grundsätzliche Rivalität zwischen Oldenburg und Osnabrück.<br><br>Anders beim Auftritt des VfB Oldenburg am Ostermontag in Bad Rothenfelde, wo rund 100 Anhänger überaus friedlich gegenüber den Gastgebern auftraten und lediglich nach Spielschluss ihren Unmut über die in ihren Augen schlechte Vorstellung der VfB-Akteure ausdrückten, was bei der Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit beim früheren Zweitligisten wenig verwundert.<br>...<br>
<br><br>Fazit: Es gibt keine konkreten Hinweise, dennoch berichtet die Neue OZ, dass es traurig ist, dass solche "Fan"-Gruppen Einfluss auf den Spielplan haben. Zudem verweist man auf das friedliche Verhalten der VfB-Fans nach einer 0:1-Niederlage beim krassen Aussenseiter Bad Rothenfelde<br><br>Aber nicht genug, denn in der Kolumne "MEINUNG" findet man dieses:<br>
<br>Erschreckend<br><br>Entsetzen ist angebracht, dass auch der Fussball in der fünften Klasse der Gewalt weichen muss. Was nicht wahr sein darf, ist wahr. Die Gewaltbereitschaft am Rande des Spielfeldes nimmt entweder zu oder wird weiter nach unten durchgereicht. Getreu der Devise : Wenn wir schon nicht mehr in der ersten und zweiten sowie zum Teil in der dritten Liga auftreten können, weil Polizei und Ordnungskräfte für Sicherheit sorgen und notfalls aufräumen, dann nehmen wir halt eine andere Liga. Und das in der Beschaulichkeit bei einem Spiel der Niedersachsenliga, in der Oldenburg den Fast-Meister Osnabrück nicht mehr einholen kann.<br><br>Doch mit Meister und Nicht-Meister hat das Ansinnen von ewig Verrückten nichts zu tun. Sie suchen nur die Plattform, auf der sie gesehen werden und Aufmerksamkeit erfahren. Die Plattform wird ihnen mit der Verlegung des Spiels nun zum Glück weitgehend genommen, weil im Stadion eines Profiklubs kaum Sicherheitsbedenken bestehen und die Chaoten getrennt von anderen Besuchern und damit unter sich bleiben. Deshalb tut die Polizei das einzig Richtige, zumal (Geld-)Aufwand für großen Einsatz nicht vertretbar wäre und den Gewaltbereiten noch mehr Bedeutung einräumen würde. Eine Bedeutung, die sie allein schon durch die Vorsichtsmaßnahme und die Gespräche sowie die Darstellung an dieser Stelle erfahren. Freilich nur bis hierher und hoffentlich nicht wieder. <br>[/b]
<br><br>Es ist also nichts passiert und es gab auch keine konkreten Hinweise. Warum in dieser Situation "Entsetzen angebracht" ist, entzieht sich meiner Vorstellungskraft. Aus einem Gerücht sind inzwischen Fakten geworden und man darf sich auf die Schultern klopfen, dass man diese "geplanten" Ausschreitungen verhindet hat. Im Forum wird bereits über "Schlagzeilenintelligenz" gemunkelt.<br><br>Anmerkung:<br><br>Auf Nachfrage beim VfL geht man zu diesem Zeitpunkt in Osnabrück bereits von 40(!) Hooligans aus.<br><br>Aufklärung bringt uns der Hunte-Report, der sich offensichtlich die Mühe gemacht hat, den Telefonhörer in die Hand zu nehmen und den Informationsfluss zu verfolgen:<br><br>
<br>Keine Rede von organisierter Randale<br><br>Von Fabian Speckmann Oldenburg. Es mutet an wie ein verspäteter Aprilscherz. Die Partie zwischen dem VfL Osnabrück II und dem VfB Oldenburg wurde verlegt, weil die Polizei Sicherheitsbedenken wegen potenzieller Randalierer aus Oldenburg geäußert hat. Eine Meldung, die natürlich für Schlagzeilen und Kommentare gesorgt hat. Übereilt und das in jeder Hinsicht.<br><br>Die Entscheidung der Osnabrücker Polizei basiert offenbar auf einem Missverständnis. Wie eine HR-Nachfrage ergeben hat, wurde von Seiten der Oldenburger Polizei turnusmäßig darauf hingewiesen, dass sich einige VfB-Anhänger auf den Weg nach Osnabrück machen würden. Von organisierter Randale habe man aber nicht gesprochen!<br><br>Man habe lediglich darauf hingewiesen, dass es auch in Oldenburg eine Gruppe sogenannter „Gewalttäter Sport“ gebe. Die Osnabrücker Polizei hat daraufhin eine Sicherheitssitzung mit dem VfL abgehalten, Ergebnis: Die Partie wurde auf den 4. Mai verlegt. „Die Sportanlage am Klushügel läßt eine Trennung der Fans nicht zu. Die Polizei wollte die Sicherheit nicht garantieren. Leider können wir jetzt nicht in die OsnaTel-Arena ausweichen, so dass es keine andere Lösung gab“, erklärt Mario Becker vom VfL-Osnabrück.<br><br>Viel Wirbel, der fraglos in keinem Verhältnis zu diesem Fußballspiel in der fünften Liga steht, den Oldenburger Anhang aber in ein schlechtes Licht rückt. Das Interesse an der Partie hielt sich ohnehin in Grenzen. Selbst der Bus der organisierten Fans war nicht voll besetzt. <br>
<br><br>Wie VfB-Präsident Frank Lachmann bereits vermutete, handelt es sich also um ein Missverständnis. Irgendwo zwischen Oldenburg und Osnabrück wird offensichtlich "Stille Post" gespielt und man eskaliert sich gegenseitig hoch.  <br><br>Derweil informiert Bremen 4 bereits seine Hörer übers Radio und übers Internet über gewaltbereite Oldenburger:<br><br>
<br>Niedersachsen-Liga-Spiel verhindert<br>Freitag, 8. April 2005, 10.47 Uhr<br><br>Offenbar gewaltbereite Fußball-Fans aus Oldenburg verhindern ein Spiel in der Niedersachsen-Liga. Die für Sonntag geplante Partie zwischen der zweiten Mannschaft des Vfl Osnabrück und dem VfB Oldenburg wurde aus Sicherheitsgründen abgesetzt. Grund ist, dass auf dem offenen Sportgelände Klushügel die Fangruppen nicht voneinander getrennt werden können. Das Spiel soll am 4. Mai in der Osnatel-Arena nachgeholt werden.<br>
<br><br>http://www.bremenvier.de/nachrichten/meldung.php3?id=16134<br><br>Bisheriger Höhepunkt unserer Verbrecherkarriere bildet aber ein Auftritt auf der Homepage von Verbrechensbekämpfer Eduard Zimmermann, Altmeister der ZDF Serie "XY ungelöst". Auf CRIME AKTUELL werden unsere Schandtaten, zwischen Bilder von Bankräubern mit Strumpfhosenmasken, Berichte über erschossene Ehefrauen und gemeuchelte Großmütter, aufgeführt und als Fakten präsentiert:<br><br>
<br>Fußballderby in Osnabrück aus Sicherheitsgründen verlegt<br><br>Osnabrück/Rhauderfehn (ddp-nrd). Auch im deutschen Amateurfußball sorgen Hooligans für Unruhe. Das für Sonntag angesetzte Punktspiel der Niedersachsenliga West zwischen dem VfL Osnabrück II und dem VfB Oldenburg wurde aus Angst vor Ausschreitungen abgesagt. «Wir mussten das Spiel verlegen, weil die Polizei für die Sicherheit nicht garantieren konnte», sagte Staffelleiter Klaus Bittigau vom Niedersächsischen Fußballverband auf ddp-Anfrage in Rhauderfehn. Gewaltbereite Jugendliche aus Oldenburg hätten zu dem brisanten Weser-Ems-Derby Aktionen geplant, teilte der VfL Osnabrück mit und beruft sich dabei auf Angaben der Polizei Oldenburg.<br><br>Das Spiel sollte auf einem kleinen Sportplatz stattfinden. «Dort hätte die Polizei die gegnerischen Fans aber nicht auseinander halten können», erläuterte Bittigau. Der Staffelleiter versuchte daraufhin, die Partie ins nordrhein-westfälische Lotte zu verlegen. Dagegen habe sich jedoch die örtliche Polizei gewehrt, sagte der Fußballfunktionär.<br><br>Letzte Ausweichmöglichkeit war die große «Osnatel-Arena» in Osnabrück. Weil die erste Mannschaft des VfL dort in den kommenden Tagen zwei Nachholspiele in der Regionalliga Nord austrägt und an gleicher Stelle am 21. April das Frauenländerspiel Deutschland gegen Kanada stattfindet, kann die abgesagte Partie aber erst am 4. Mai nachgeholt werden. «Ich bin innerlich erbost, wie solche Leute die Spielplanung stören können, aber die Sicherheit geht vor», sagte Bittigau.<br>
<br><br>http://www3.e110.de/artikel/detail.cfm?pageid=67&id=67846<br><br><br>Fortsetzung folgt bestimmt...<br><br><br> [br](Diese Nachricht wurde am 10.04.05 um 15:06 von Soccer_Scientist geändert.)
Alle Ärzte, Köche, Dolmetscher und dergleichen Gesindel aus dem Troß
werden angewiesen, hinter dem letzten Rad des letzten Wagens zu gehen,
um mit ihrem widerlichen Anblick die Truppen nicht anzuöden."

(Aus dem Erlaß Peters I. vor dem Asov'schen Feldzug)

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Trixer
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Re: Wie man Fussballfans kriminalisiert - eine Chronik

Beitrag von Trixer »

Vielen Dank, Socci. <br>Das ist so ziemlich das lächerlichste was ich je gelesen habe. Erinnert mich an die nette Frau von den Grünen kurz vor der Landtagswahl.<br><br>Wenn es schon nichts wirklich wichtiges zu berichten gibt, dann macht man sich also seine Schlagzeile. Wie gut das es dann also auch eine Art "Theobald" in Osnabrück gibt der gleich auf die inzinierte Ente aufspringt und als wahrer "Kenner" der Szene in die gleiche Kerbe haut.<br><br>Es ist ja auch bekannt das die Fans von VfB sehr gewaltbereit sind. Nachdem man als VfB-Fan in dieser Saison auswärts oftmals enttäuscht wurde zieht sich nun durch ganz Niedersachsen eine Spur der Verwüstung schwersten Grades, oder wie soll man das verstehen???<br><br>Vielleicht stapeln sich in der Geschäftstelle nicht Berge von Dankschreiben unserer sportlichen Gegner und deren Anhänger, aber ganz sicher ist der VfB in dieser Liga bis jetzt ein gerngesehener Gast der sogar ordentlich Fans mitbringt welche brav ihre Karte kaufen und den Umsatz in Sachen Fastfood und Getränke ankurbeln.<br><br>Diese Rufschändung kann man schon nicht mehr mit Humor nehmen. Der "Informant" der oldenburger Polizei möchte doch bitte mal klar äußern was ihn zu dieser Aussage bewegt hat. Anderfalls ist eine Entschuldig dringend erwünscht!<br><br>
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Sandra
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Re: Wie man Fussballfans kriminalisiert - eine Chronik

Beitrag von Sandra »

<br>
Der "Informant" der oldenburger Polizei möchte doch bitte mal klar äußern was ihn zu dieser Aussage bewegt hat. Anderfalls ist eine Entschuldig dringend erwünscht!
<br><br>Die Aussage der Oldenburger Polizei war vollkommen in Ordnung. Die Osnas haben sich den ganzen Scheiß zusammengesponnen.

PiR
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Re: Wie man Fussballfans kriminalisiert - eine Chronik

Beitrag von PiR »

Irgendwie freu ich mich auf das Stadion :).<br><br>

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neo
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Re: Wie man Fussballfans kriminalisiert - eine Chronik

Beitrag von neo »

Ich finde der gute Herr Bittigau sollte sich für seine Aussagen mal entschuldigen Bild

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F.-G.-Mann
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Re: Wie man Fussballfans kriminalisiert - eine Chronik

Beitrag von F.-G.-Mann »

Das ist alles sowas von bizarr-unglaublich!<br>Im Endeffekt dürfen sich Beteiligte nun auch nicht wundern oder beklagen, wenn es wirklich zu Randalen kommt, denn auch durch so eine zusammengesponnene Kacke kann man so manches friedliche Gemüt erregen!
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Felissilvestris
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Re: Wie man Fussballfans kriminalisiert - eine Chr

Beitrag von Felissilvestris »

Was soll man zu diesem Sch*** noch sagen? Peinlich? Lächerlich? Schwachsinnig?<br><br>Interssant an der ganzen Geschichte ist doch auch, dass keine der Parteien, die Oldenburger und Osnabrücker Polizei, der NFV, der Vf* Osnabrück und auch der VfB für die Spielabsage nichts können. Die Polizei Oldenburg schiebt den "schwarzen Peter" der Osnabrücker Polizei zu, genauso wie der NFV dies tut, da der VfL Osnabrück ja nichts dafür kann, dass man ja nicht in der osnatel-Arena spielen kann. Es wurde aber doch diskutiert, ob man das Spiel nicht nach Lotte verlegt. Warum ist das nicht passiert? Für mich ist diese ganze Absage schon Schwachsinnig!<br><br>Was aber diese sensationsgeile und nach blutlechzende Presse daraus macht, macht die ganze Geschichte nicht mehr nur peinlich und lächerlich, sondern ist eine klare Verleumdung. Selbst ich musste Leute, die vom VfB sonst nie etwas hören, über die Geschichte ausfragen lassen. Persönlich bin ich der Meinung man sollte gegen diese Presse vorgehen, aber ganz schnell...

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Dino
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Re: Wie man Fussballfans kriminalisiert - eine Chronik

Beitrag von Dino »

Das "Beste" an der ganzen Sache ist doch, dass etliche Stellen - Polizei in OL, Polizei in OS, NFV-Bittigauner, Zeitungen/Rundfunk hier, da und dort und schließlich diese unerlösten XY-Schwachmaten - an der Eskalation dieser Tartarenmeldung mitgewirkt haben, wogegen (außer den irgendwie negativ Betroffenen) nur einer sich einmal darum bemüht hat, zu recherchieren, was denn an der Sache dran ist (Ein dreifaches Bravo dem besten aller Speckmänner.) Ergebnis: Die ganze Geschichte ist nichts als ein Windei. <br><br>Nur, diese schlichte Wahrheit ist/war ja unspektakulär, ohne Nachrichtenwert und ohne Möglichkeit zu wichtigtuerischem Funktionärsgebrabbel.<br><br>Und jetzt kann es gut sein, dass diese ganze Hochkocherei von nichts bisher schlafende Hunde geweckt hat. Vermutlich gibt es dann nach dem 04. Mai diverse Stories, wie ein großartiger Polizeieinsatz den inneren Frieden heldenhaft gerettet hat. <br>Und alle diese Schrottschwätzer von Presse Funk, Kreuzworträtsel einschließlich des Bittigauners werden auch noch glauben, ihre "Wachsamkeit" habe die Situation gerettet.<br><br>Wäre der Hintergrund nicht so mies und unappetitlich, könnte man das Ganze als Realsatire der besonders skurrilen Art ansehen. Auf jeden Fall schreibt das Leben manchmal Geschichten, auf die wirklich kein Aas gekommen wäre.
„Der Kampf gegen Gipfel vermag ein Menschenherz auszufüllen. Wir müssen uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen.“
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Trixer
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Re: Wie man Fussballfans kriminalisiert - eine Chronik

Beitrag von Trixer »

<br>
<br> Der "Informant" der oldenburger Polizei möchte doch bitte mal klar äußern was ihn zu dieser Aussage bewegt hat. Anderfalls ist eine Entschuldig dringend erwünscht!<br><br>Die Aussage der Oldenburger Polizei war vollkommen in Ordnung. Die Osnas haben sich den ganzen Scheiß zusammengesponnen.
<br><br>Aus Soccis Sammlung entnehme ich einen fettgedruckten Bereich aus dem NWZ-Artikel indem es heißt:<br><br>Den Stein ins Rollen gebracht hatte die Oldenburger Polizei – offensichtlich obwohl keine konkreten Hinweise auf eine geplante Randale vorlagen. Deren Fan-Beauftragte hatten den Kollegen in Osnabrück gemeldet, dass etwa 80 VfB-Anhänger anreisen würden, darunter womöglich 15 bis 20 gewaltbereite, jugendliche Hooligan<br><br>Ich denke Du kennst diese ca. 80 Personen ganz gut, oder? Sind also unter den Fans die regelmäßig auswärts mitfahren 15-20 gewaltbereite jugendliche Hooligen, oder wie soll ich deine Antwort deuten?<br><br>
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Feuerlein
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Re: Wie man Fussballfans kriminalisiert - eine Chronik

Beitrag von Feuerlein »

<br>
<br>Sind also unter den Fans die regelmäßig auswärts mitfahren 15-20 gewaltbereite jugendliche Hooligens<br>
<br><br>nein, nicht wirklich.
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Läuft

Godzilla77
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Re: Wie man Fussballfans kriminalisiert - eine Chronik

Beitrag von Godzilla77 »

Das ganze scheint eine geplante Intrige vom VfL Osnabrück und dem Staffelleiter Bittigkau zu sein. Klar hätte OS II. mit einem Sieg gg. den VfB die anvisierte Meisterschaft annähernd wasserdicht machen können. Da aber die 1. am Samstag in Chemnitz antreten musste hätten kaum Spieler der 1. in entsprechendem Zustand die 2. verstärken können. Auf dem "kurzen Dienstweg" wurde dann abgeklärt, daß die OS-Polente die Sicherheit nicht garantiert, und ein Herr Möchtegern Staffelleiter hat in einträchtigem Gehorsam gleich mal eine Absage erteilt.<br>Da haben wieder mal Hände Hände gewaschen.<br><br>Das die norddeutsche Dumm-Journaille ihre Hetzparolen dazu ungeprüft und gut gewürzt weiterverpupst ist ja leider schon Normalzustand, übrigens nicht nur im Sport.<br><br>Deswegen muss man Fabian Speckmanns HR-Artikel andererseits deutlich hervorheben. Es geht auch mit der Wahrheit. Ich hoffe aber das Herr Speckmann jetzt nicht zum schwarzen Schaf unter seinen münchhausenschen Zeitungusen- und Radioten-Kollegen wird.
...ceterum censeo BSV SW Rehdinem esse delendam.

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Dino
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Re: Wie man Fussballfans kriminalisiert - eine Chronik

Beitrag von Dino »

Fabianissimo Speckmann wäre wohl eher als eines der wenigen weißen Schafe in einer Herde von eher grauen bis rabenschwarzen Hammeln anzusehen.
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Re: Wie man Fussballfans kriminalisiert - eine Chronik

Beitrag von ewigfan »

die ede zimmermann seite hat was.<br>nach dem lauf der dinge wird jetzt wahrscheinlich auch die ofi als kriminelle vereinigung eingestuft werden und alle mitglieder pauschal in haft genommen.<br>und ich verantwortungsloser depp habe für den soccer_belästiger aufnahme beantragt!Bild
ewig währt am längsten!

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Re: Wie man Fussballfans kriminalisiert - eine Chronik

Beitrag von Sandra »

<br>
<br><br> <br>Aus Soccis Sammlung entnehme ich einen fettgedruckten Bereich aus dem NWZ-Artikel indem es heißt:<br><br>Den Stein ins Rollen gebracht hatte die Oldenburger Polizei – offensichtlich obwohl keine konkreten Hinweise auf eine geplante Randale vorlagen. Deren Fan-Beauftragte hatten den Kollegen in Osnabrück gemeldet, dass etwa 80 VfB-Anhänger anreisen würden, darunter womöglich 15 bis 20 gewaltbereite, jugendliche Hooligan<br><br>Ich denke Du kennst diese ca. 80 Personen ganz gut, oder? Sind also unter den Fans die regelmäßig auswärts mitfahren 15-20 gewaltbereite jugendliche Hooligen, oder wie soll ich deine Antwort deuten?<br><br>
<br><br>Ich hab auch mit Oldenburger Polizei und dem Vf* Osnabrück telefoniert. Die Oldenburger Polizei hat diese Aussage, wie sie in der NWZ steht, so nicht gemacht. Die Aussage, die sie wirklich gemacht haben, war dagegen in Ordnung und entspricht auch der Wahrheit. Das meinte ich oben...

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Dino
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Re: Wie man Fussballfans kriminalisiert - eine Chronik

Beitrag von Dino »

Das ganze scheint eine geplante Intrige vom VfL Osnabrück und dem Staffelleiter Bittigkau zu sein. ... Da ... die 1. am Samstag in Chemnitz antreten musste hätten kaum Spieler der 1. in entsprechendem Zustand die 2. verstärken können. Auf dem "kurzen Dienstweg" wurde dann abgeklärt, daß die OS-Polente die Sicherheit nicht garantiert, ...
<br><br>So was ähnliches (nur andersherum, die OS-Erste brauchte welche aus der Zwoten) vermutet wohl auch Uwe Cording lt. NWZ: <br><br>„Einen faden Beigeschmack“ hat der Trainer des VfB Oldenburg nach der Absage des Niedersachsenligaspiels bei VfL Osnabrück II behalten. <br> <br>Cording will nicht laut spekulieren, dass den Osnabrückern die Möglichkeit der Absage nicht ungelegen kam. Aber: „Die Regionalligamannschaft des VfL spielt am Sonnabend und Dienstag und braucht Reserven aus der Zweiten“, sagt der Fußballlehrer. „Zudem fällt Torjäger Reyering mit einem Bänderriss aus.“<br><br>Also wenn da tatsächlich einige Jungs aus der Zwoten mit in Chemnitz waren oder am Dienstag die Reservebank besetzen, dann wäre der Hintergrund dieser komischen Verlegung - für mich jedenfalls - ziemlich klar. Allerdings: Wenn, sonst nicht. [br](Diese Nachricht wurde am 11.04.05 um 14:48 von Dino geändert.)
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Roberto
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Re: Wie man Fussballfans kriminalisiert - eine Chronik

Beitrag von Roberto »

mal was ganz anderes:<br><br>"Lokalderby der U 23"<br><br>großzügig ausgelegte interpretation des wortes "derby", ist mir nur gerade so aufgefallen...

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