Helmut Haller spielte bei den Weltmeisterschaften 1962 (Chile - Viertelfinale), 1966 (England – 2. Platz) und 1970 (Mexico – 3. Platz) in der deutschen Nationalmannschaft. Sein erstes Länderspiel bestritt er 1958 (im Zuge des Neuaufbaus nach der WM in Schweden) unter Bundestrainer Sepp Herberger.

Das Foto (spiegel-online) zeigt Haller im WM-Endspiel 1966 als er das 1:0 für die deutsche Nationalmannschaft schießt
Haller steht nicht nur in zeitlicher Hinsicht zwischen Fritz Walter und Franz Beckenbauer. Er war auch von der Qualität her jemand, der am ehesten (wie ansonsten nur noch Bernd Schuster) zwischen diese beiden herausragenden Nationalmannschaftsspieler passte.
Zu Hallers aktiver Zeit war es schwierig, im Ausland tätige Spieler für Einsätze in der Nationalmannschaft freigestellt zu bekommen. Zudem war es in Deutschland sehr strittig, ob man solche „Abtrünnigen“ überhaupt noch in die Nationalmannschaft berufen sollte. Haller hätte es ohne diese Probleme mit Sicherheit auf weit mehr Länderspieleinsätze gebracht als die 33, die es am Ende wurden. Nach der WM 1970 hat er seine Karriere in der Nationalmannschaft beendet.
Nach seiner Rückkehr aus Italien hat er noch von 1973 bis 1976 für den neu formierten FC Augsburg (Fusionsverein aus BC und Schwaben Augsburg) in der 2. Liga gespielt, wo er sich als absoluter Zuschauermagnet quasi selbst finanzierte.