Verfasst: 06.05.2006 07:37
NWZ:
Tönender SC-Trainer lässt VfB-Coach Zinnbauer kalt
FUßBALL Niedersachsenligist tritt Sonntag beim SC Langenhagen an – Pigulla will Spielverderber sein
VON HEINZ ARNDT
OLDENBURG - Zum Ausruhen und Tanken neuer Kräfte kommt Fußball-Niedersachsenligist VfB Oldenburg zurzeit nicht. Nach dem 2:2 am Mittwoch beim VfL Bückeburg müssen die Oldenburger am morgigen Sonntag um 15 Uhr (Walter-Bettges-Stadion an der Leibnitzstraße) beim Tabellenelften SC Langenhagen antreten.
Und die Platzherren haben sich dafür besonders viel vorgenommen. „Wir werden alles daran setzen, Havelse und Ramlingen im Kampf um die Meisterschaft Schützenhilfe zu leisten“, tönte SC-Coach Ulrich Pigulla unter der Woche. Wohlwissend, dass sich sein Team gegen die beste Rückrundenmannschaft der Liga gegenüber den vergangenen Wochen erheblich steigern muss: „Aber wir waren die Letzten, die es geschafft haben, den VfB zu besiegen.“ Damit spielte er an auf die Partie am 20. November 2005 in Oldenburg, die Langenhagen mit 2:1 gewann. Im wendigen Halil Büyüktopuk und Norman Pütsch stehen Pigulla zudem zwei weitere Stammspieler wieder zur Verfügung.
VfB-Trainer Joe Zinnbauer lässt diese Ankündigung derweil absolut kalt. „Wir wollen unsere in den letzten Wochen hart erkämpfte gute Ausgangsposition mit einem Sieg verteidigen“, lautet seine Marschroute. „Uns interessiert nicht, was der Trainer sagt und welche Mannschaft er aufstellt, wir schauen nur auf uns. Und wir wollen möglichst jedes Spiel gewinnen. Das wollten wir auch in Bückeburg, nur kam uns da eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters beim Freistoß dazwischen. So hoffen wir jetzt auch auf eine gerechte Schiedsrichterleistung. Unser Ziel ist es ganz klar, weiter ungeschlagen zu bleiben.“
Zinnbauer hofft insbesondere, dass sein Team, das bereits nach dem heutigen Abschlustraining Richtung Langenhagen starten wird, in den entscheidenden Wochen vom Verletzungspech verschont bleibt. Fehlt doch bereits in Patrick Kroll ein wichtiger Mann für den defensiven Bereich. Nur gut, dass Johann Stenzel trotz Nasenbeinbruchs gut in diese für ihn zunächst ungewohnte Rolle hineingefunden hat. Auch David van der Leij und Marcel Salomo sind angeschlagen.
„Unsere medizinische Abteilung mit Mannschaftsarzt Dr. Albrecht Glüse und Physiotherapeut Andreas Haas leistet derzeit wieder hervorragende Arbeit“, stellt Zinnbauer fest. Erste Kandidaten für eine Einwechselung sind weiterhin Malte Müller und Karol Szweda.