Reform des Profi-Fussballs in Europa?
Verfasst: 06.04.2007 17:28
So langsam zeichnen sich Konturen einer neuen Architektur des europäischen Vereinsfußballs ab, auf die man nach der Wahl von Platini hoffen durfte.
Die an der UEFA vorbei, bzw. gegen die UEFA gegründete Interessensgemeinschaft großer Vereine wird nicht mehr von allen ursprünglichen Mitgliedern unterstützt, da sie sich als unfähig erwiesen hat, vernünftige wirtschaftliche Rahmenbedingungen für den sportlichen Wettbewerb in Europa (CL, UEFA-Cup) zu setzen. So hat sich auch der FC Bayern inzwischen zumindest innerlich von der G14 verabschiedet. Bayern-Chef Rummenigge ist inzwischen Vorsitzender des 2006 ins Leben gerufenen European Club Forum, eines repräsentativen Diskussions- und Beratungsforums innerhalb der UEFA.
Platinis Idee einer Gehälterbegrenzung (salary cup) und eines Europäischen Lizensierungsverfahrens erfährt inzwischen deutliche Unterstützung des Europäischen Parlaments, dass zu diversen Fragen der Gestaltung des Profi-Fußballs in Europa einen Bericht (Ivo-Belet-Bericht) einmütig verabschiedet hat. Es ist davon auszugehen, dass das Parlament der UEFA nicht unendlich viel Zeit zur Umsetzung der Kernforderungen dieses Berichts geben wird, bevor es selbst ein europäisches Gesetzgebungsverfahren einleiten wird.
Einem „wirtschaftlichen“ Gebaren“, wonach ein Verein Verluste einfahren darf, die etwa der Gesamthöhe seiner Einnahmen entsprechen, wird damit entgegengewirkt, was zwar nicht Herrn Abramovic, wohl aber Herrn Rummenigge freuen dürfte.
Der Ivo-Belen-Bericht enthält zudem noch etliche Punkte, die im Interesse vernünftiger Rahmenbedingungen für einen fairen Wettbewerb und zum Schutz vor einer übermäßigen Dominanz rein kommerzieller Interessen nur zu begrüßen sind:
Zentralvermarktung der Fernsehrechte für die europäischen Wettbewerbe.
Mehr Spiele im Free-TV.
Geregelte Mitsprache der (organisierten) Supporters.
Ein Vorgehen gegen dubiose Wettpraktiken.
Abwehr dubioser Investoren und Vereinskäufer.
Anders als bei seinem abgewählten Gegenkandidaten ist von Platini ein positives Eingehen auf derartige Vorgaben durchaus zu erwarten, da hier eine erhebliche Schnittmenge mit seinen programmatischen Vorstellungen gegeben ist.
Die an der UEFA vorbei, bzw. gegen die UEFA gegründete Interessensgemeinschaft großer Vereine wird nicht mehr von allen ursprünglichen Mitgliedern unterstützt, da sie sich als unfähig erwiesen hat, vernünftige wirtschaftliche Rahmenbedingungen für den sportlichen Wettbewerb in Europa (CL, UEFA-Cup) zu setzen. So hat sich auch der FC Bayern inzwischen zumindest innerlich von der G14 verabschiedet. Bayern-Chef Rummenigge ist inzwischen Vorsitzender des 2006 ins Leben gerufenen European Club Forum, eines repräsentativen Diskussions- und Beratungsforums innerhalb der UEFA.
Platinis Idee einer Gehälterbegrenzung (salary cup) und eines Europäischen Lizensierungsverfahrens erfährt inzwischen deutliche Unterstützung des Europäischen Parlaments, dass zu diversen Fragen der Gestaltung des Profi-Fußballs in Europa einen Bericht (Ivo-Belet-Bericht) einmütig verabschiedet hat. Es ist davon auszugehen, dass das Parlament der UEFA nicht unendlich viel Zeit zur Umsetzung der Kernforderungen dieses Berichts geben wird, bevor es selbst ein europäisches Gesetzgebungsverfahren einleiten wird.
Einem „wirtschaftlichen“ Gebaren“, wonach ein Verein Verluste einfahren darf, die etwa der Gesamthöhe seiner Einnahmen entsprechen, wird damit entgegengewirkt, was zwar nicht Herrn Abramovic, wohl aber Herrn Rummenigge freuen dürfte.
Der Ivo-Belen-Bericht enthält zudem noch etliche Punkte, die im Interesse vernünftiger Rahmenbedingungen für einen fairen Wettbewerb und zum Schutz vor einer übermäßigen Dominanz rein kommerzieller Interessen nur zu begrüßen sind:
Zentralvermarktung der Fernsehrechte für die europäischen Wettbewerbe.
Mehr Spiele im Free-TV.
Geregelte Mitsprache der (organisierten) Supporters.
Ein Vorgehen gegen dubiose Wettpraktiken.
Abwehr dubioser Investoren und Vereinskäufer.
Anders als bei seinem abgewählten Gegenkandidaten ist von Platini ein positives Eingehen auf derartige Vorgaben durchaus zu erwarten, da hier eine erhebliche Schnittmenge mit seinen programmatischen Vorstellungen gegeben ist.