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Re: Geschäftsfeld Fußball

Verfasst: 16.12.2013 09:12
von JanW
Oh man. Neben Zeitspiel und Schauspielunterricht müssen die auch noch den Torjubel üben ? Wann ist denn Zeit für Fussballtraining ?

Re: Geschäftsfeld Fußball

Verfasst: 16.12.2013 20:48
von Ggaribaldi
http://www.sueddeutsche.de/sport/steuer ... -1.1845363" onclick="window.open(this.href);return false;

Hihi, viel Spass mit der EU

Re: Geschäftsfeld Fußball

Verfasst: 16.12.2013 22:08
von Gryphos
Da begebene Fußballvereine nicht von der Hand der Mitglieder in die Hand von Kapitalisten und die EU will dieses abstrafen. Toller Laden!

Re: Geschäftsfeld Fußball

Verfasst: 17.12.2013 00:52
von Johann Ohneland
Problem ist ja eher, dass auch in Spanien die Gemeinnützigkeit einer Organisation davon abhängig ist, wie sie ihr Geld einnimmt und was sie damit macht. Problem ist also nicht, dass die vier Vereine von ihren Mitgliedern kontrolliert werden, sondern, dass sie wie Unternehmen handeln und keinerlei größere Aktivitäten für die Allgemeinheit entwickeln. Und wer Millionen-Umsätze generiert, die aber nur dafür einsetzt sportlichen Erfolg zu haben, Managern und Vereinskadern Gehälter zu zuschieben sowie Spielern ein in krisenzeiten fürstliches Gehalt zu zahlen, sollte meiner Meinung nach schon als das behandelt werden was es ist: Ein Sportunternehmen, das dann auch dementsprechend Steuern zu zahlen hat.

Prinzipiell kann ich ja auch eine AG weiterhin vom Verein kontrollieren lassen. Muss man halt dementsprechend eine Satzung schreiben, nach der der die FC Barcelona Fußballspielbetriebs AG eine hundert prozentige Tochter des Vereins ist. Zahlt dann halt mehr Steuern, aber wird weiter von den Mitgliedern kontrolliert, während der Rest des Vereins weiterhin wie ein Verein und nicht wie ein Unternehmen besteuert wird.

Die UEFA und FIFA umgehen das Problem übrigens dadurch, dass sie in der Schweiz sitzen. Die Schweiz hat ein sehr lasches Vereinsrecht im Gegensatz zu den EU-Ländern. Ist dann natürlich schon leicht unfair, dass der Fußballkonzern UEFA mit der CL und den Vereinen Unmengen an Kohle verdient und am Ende die Vereine, die "das Pech haben" unter EU-Kontrolle zu stehen wettbewersrechtlich benachteiligter sind als die Veranstalter. Könnte mir auch durchaus vorstellen, dass man das in manch anderen Ländern auch eher "lasch" handhabt....

Re: Geschäftsfeld Fußball

Verfasst: 17.12.2013 00:57
von Schwede
Guter Beitrag!

Re: Geschäftsfeld Fußball

Verfasst: 22.12.2013 16:06
von Gryphos
http://www.sportmarketing-sponsoring.bi ... utschland/
Facebook-Rangliste der Fussballvereine in Deutschland (tägliche Aktualisierung!)

Re: Geschäftsfeld Fußball

Verfasst: 22.12.2013 16:44
von Ggaribaldi
Wir sind auf 71 hinter Wehen-Wiesbaden und ganz vielen anderen schlimmen Vereinen

Re: Geschäftsfeld Fußball

Verfasst: 22.12.2013 23:15
von Schwede
Im Deutschlandfunk gabs heute abend in der Sendung "Sport am Sonntag" einen interessanten Bericht zur wirtschaftlichen Entwicklung in den Profiligen:
Profiligen im Aufwind

Der Aufwind ist deutlich spürbar: Noch nie haben die großen deutschen Profiligen so viel eingenommen, wie im Geschäftsjahr 2012/2013. Fast alle Klassen, die von der Deloitte Sport Business Gruppe und der Hochschule Koblenz untersucht wurden, haben ein deutliches Umsatzplus im Vergleich zum Vorjahr hingelegt.
http://www.deutschlandfunk.de/verbaende ... _id=272804" onclick="window.open(this.href);return false;

Re: Geschäftsfeld Fußball

Verfasst: 03.01.2014 19:54
von Schwede
Neulich hab ich mich mal wieder in Dortmund herumgetrieben und mich gewundert, dass immer noch an dem seit Jahren geplanten DFB-Fußballmuseum herumgebaut wird. Mitten zwischen Hauptbahnhof und Innenstadt auf einem Filetgrundstück gelegen, wird dort schon seit 2012 gewerkelt, das Areal war aber schon länger dafür abgesperrt. Und es sah auch nicht gerade so aus als könnte es in Kürze fertiggestellt werden.

Hab dann gerade nochmal in der Wikipedia nachgeschaut wie es überhaupt zu dem Museumsbau kam:
Nach der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland entschloss sich der DFB, aus den Gewinnen der Weltmeisterschaft die Errichtung eines nationalen deutschen Fußballmuseums zu finanzieren.
...
Auf einem außerordentlichen Bundestag des DFB-Präsidiums am 24. April 2009 entschieden sich die Delegierten für das innenstadtnahe Areal gegenüber dem Dortmunder Hauptbahnhof, welches bis Baubeginn als Busbahnhof genutzt wurde.
...
Die DFB Stiftung Fußballmuseum gGmbH mit Sitz in Dortmund wird geleitet von den Geschäftsführern Manuel Neukirchner (DFB) und Michael Keßeler (Stadt Dortmund). Die Gesellschafterversammlung der Stiftung mit gemeinnützigem Interesse besteht zu gleichen Teilen aus Vertretern des DFB-Präsidiums und Vertretern der Stadt Dortmund.
http://de.wikipedia.org/wiki/DFB-Fu%C3%9Fballmuseum" onclick="window.open(this.href);return false;

Soweit doch eigentlich alles toll, oder? Wenn man dann noch von einer gemeinnützigen Betriebs-GmbH liest, könnte man glatt auf die Idee kommen, der DFB würde seine reichlichen Pfründe nutzen um auch den kleinen Mann an seiner Herrlichkeit teilhaben zu lassen. Wäre da nicht Abschnitt mit Kritik an dem Vorhaben der auf folgenden Artikel verlinkt: Deutsches Fußball-Museum: Finanzierung in der Kritik

Darin finden sich u. a. folgende Punkte:
  • Für 30 Millionen Euro entsteht in Dortmund das Deutsche Fußball-Museum. „Viel Geld für die schönste Nebensache der Welt“, kritisiert jetzt der Bund der Steuerzahler. Der Löwenanteil würde vom Land und damit vom Steuerzahler getragen – egal ob Fußball-Fan oder nicht.
  • Mit maximal 18,5 Millionen Euro ist das Land an der Anlage beteiligt. Die verbleibenden 11,5 Millionen Euro werden vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) übernommen.
  • Dabei kritisiert der Bund der Steuerzahler, dass nicht vorhersehbar sei, wer für zusätzliche Baukosten aufkommt, falls das geplante Budget überschritten wird.
  • Außerdem beunruhigen den Bund der Steuerzahler Meldungen, wonach mögliche Defizite des Fußball-Museums von beiden Betreibern getragen werden müssen.
  • In einem noch nicht unterzeichneten Vertrag soll der Anteil des Deutschen Fußball-Bunds allerdings auf 250.000 Euro begrenzt sein. Der restliche Betrag müsse demnach von der Stadt übernommen werden.
  • Die finanziell ebenso am Fußball-Museum beteiligte Stadt Dortmund hatte das Grundstück kostenlos zur Verfügung gestellt.
Man fasse zusammen:
  • Ursprünglich wollte der DFB ein Museum zur Selbsthuldigung aus den Überschüssen der WM 2006 errichten.
  • Dem Bericht des Bundes der Steuerzahler nach aber, bringt die Stadt Dortmund unentgeltlich das Sahnegrundstück in die gGmbH,
  • das Land NRW steckt ohne selbst beteiligt zu sein 18,5 Mio. Euro rein (daher vermutlich die Vorauswahl auf Köln, Oberhausen, Gelsenkirchen und Dortmund aus 14 Bewerberstädten)
  • und der DFB packt aus seinen prallen Geldstrümpfen lediglich 12,5 Mio. Euro in das Projekt.
  • Wenn es aber teurer wird, dürften für DFB und Stadt Dortmund nochmals Nachzahlungen fällig werden.
  • Andererseits sollen Defizite für den DFB auf 250.000 Euro beschränkt werden, der Rest geht dann abermals aus dem Steuersäckel der klammen Stadt Dortmund.
So geht das Geschäftsfeld Fußball! :D

Re: Geschäftsfeld Fußball

Verfasst: 20.01.2014 13:22
von Akki

Re: Geschäftsfeld Fußball

Verfasst: 20.01.2014 13:52
von MarS
Als wenn solche Vereine nicht immer am Ende eine "einvernehmliche Lösung" hinkriegen...

Re: Geschäftsfeld Fußball

Verfasst: 20.01.2014 15:14
von Soccer_Scientist

Re: Geschäftsfeld Fußball

Verfasst: 20.01.2014 16:24
von Dino
Und dann noch Leverkusen und Hoffenheim ... :wink:
Und was ist mit diesem Audi-Addidas-Telekom-Allianz-Verein?

Re: Geschäftsfeld Fußball

Verfasst: 20.01.2014 17:39
von Zachi
Gar nicht auszudenken, wenn die die Lizens nicht bekommen, klagen und dann gewinnen. Der Kind hätte auf jeden Fall einen Dicken in der Hose.

Re: Geschäftsfeld Fußball

Verfasst: 20.01.2014 17:59
von Ggaribaldi
Wenn sie bloss, diese Typen von der DFL, dann könnten sie RB stoppen.

Re: Geschäftsfeld Fußball

Verfasst: 22.01.2014 10:41
von Ganja
Rummenigge will späteren Saisonauftakt [...] um die Vermarktungserlöse zu erhöhen. Um Zeit für solche Reisen zu schaffen, würde er den Saisonauftakt von Mitte auf Ende August verschieben.

Und der nächste Schritt ist auch schon in Vorbereitung, wenn auch noch nicht überall beliebt:
Während Meyer und Rummenigge Reisen in der Vorbereitung durchaus positiv gegenüberstehen, können sie sich für den Vorschlag von Prof. Frick, Bundesligaspiele in China oder den USA auszutragen, überhaupt nicht begeistern. "Kulturwandel ist gut, aber wir wollen keinen Kulturschock", erwiderte der Bayern-Boss, der dafür plädierte, den Saisonauftakt zwei Wochen nach hinten zu schieben, um den Klubs Zeit für Auslandsreisen zu verschaffen.
Und gleichzeitig beschwert man sich über zu hohe Belastungen durch 50+ Pflichtspiele im Jahr.

:evil:

Re: Geschäftsfeld Fußball

Verfasst: 22.01.2014 10:50
von Firaball97
Einfach ohne Pause durchspielen .

Re: Geschäftsfeld Fußball

Verfasst: 22.01.2014 12:31
von SvenB
Firaball97 hat geschrieben:Einfach ohne Pause durchspielen .
Ich schaue mir z.Z. auch gerne Premier League-Spiele an.

Re: Geschäftsfeld Fußball

Verfasst: 22.01.2014 17:38
von Gryphos
Dino hat geschrieben:
Und was ist mit diesem Audi-Addidas-Telekom-Allianz-Verein?
Und der Börsenverein Borussia erst.

Re: Geschäftsfeld Fußball

Verfasst: 01.02.2014 10:49
von Ggaribaldi
http://www.welt.de/regionales/duesseldo ... macht.html" onclick="window.open(this.href);return false;
"Schalke hat das System Putin hoffähig gemacht"
Seit Jahren ist der Konzern Gazprom Sponsor für den FC Schalke 04. Für ethisch verwerflich hält Autor Jürgen Roth diese Kooperation, denn die Praktiken von Gazprom seien "skrupellos und kriminell".