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Re: Polizei & Ordnungsdienst
Verfasst: 13.10.2008 11:46
von Soccer_Scientist
Gewerkschaft der Polizei beklagt zu viele Einsätze bei Fußballspielen
Soll das ein Witz sein?
Wie oft sind wir schon zu Spielen gefahren, wo wir uns gefragt haben, was die Polizei dort überhaupt will? Mit etwas mehr vernünftiger Kommunikation zwischen dem Verband, der Polizei und den Vereinen ließe sich schon eine Menge Mehrarbeit verhindern. Bisher war die Polizei dafür aber wohl noch nicht bereit.
Re: Polizei & Ordnungsdienst
Verfasst: 13.10.2008 17:45
von Neptun
Fehlt nur noch das die das KM-Geld abkassieren
Re: Polizei & Ordnungsdienst
Verfasst: 21.10.2008 20:59
von Nicole
passt hier wohl am besten rein:
Stellungnahme der CFHH zum Schalke-Spiel
Hallo HSV- Fans. Ja, es ist absolut doof gelaufen! Aber... Wir hatten einen Grund für unser Verhalten, den wir euch gerne auf diese Art mitteilen wollen. 25 Personen aus unserem Umfeld wurden vor dem Schalke-Spiel auf dem Weg vom Stellinger Bahnhof zum Stadion ohne ersichtlichen Grund von der Polizei eingekesselt. Nach der Aufnahme der Personalien wurden diese Personen mit der Begründung "Gefahrenabwehr" ins Gefängnis gefahren. Damit das klar ist: Von dieser Gruppe ging zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für andere Fans aus. Selbst die sogenannten "Szenekundigen Beamten" waren verständnislos über die Vorgehensweise der Einsatzleitung.
Über das Geschehene waren wir maßlos entsetzt und geschockt. Dieser Akt polizeilicher Willkür konnte von uns so nicht hingenommen werden. Wir haben uns daher entschieden, die bereits ausgelegte Choreographie abzublasen und unseren Protest durch Schweigen auszudrücken. Es mag falsch rübergekommen sein, aber zu keinem Zeitpunkt wollten wir damit der Mannschaft schaden oder uns gegen die eigene Tribüne richten. Viel mehr wollten und mussten wir unserer Ohnmacht Ausdruck verleihen. Dies scheint bei vielen Leuten falsch angekommen zu sein. Daher haben wir mittlerweile auch volles Verständnis für eure Reaktion kurz vor Ende der ersten Halbzeit. Dass der Jubel beim Tor von Troche etwas weniger emotional als sonst ausgefallen ist, war nicht geplant und liegt ganz einfach daran, dass wir einfach nicht wussten wie wir uns nach dem Geschehenen verhalten sollten. Wie man eine solche Aktion macht oder auch nicht macht, man macht es falsch! Unterstützt man die Mannschaft oder solidarisiert man sich mit seinen zu unrecht inhaftierten Freunden?!
Wir müssen uns sicherlich den Vorwurf gefallen lassen, dass wir euch nicht vernünftig informiert haben und dass dadurch die Aktion nach hinten losging. In der Halbzeit haben wir dann versucht mittels eines Flyers (Danke an den SC, der bei der kurzfristigen Erstellung geholfen hat) schnell wenigstens ein paar von euch auf der Tribüne zu informieren. Ihr sollt wissen, dass es sich mit der Entscheidung nicht zu supporten nicht um eine "Selbstdarsteller-Aktion" handelt. Uns liegt einzig und allein der Verein und die Unterstützung der Mannschaft gemeinsam mit euch am Herzen, aber manchmal müssen auch solche schweren Schritte sein um ein Zeichen zu setzen. Das unsere Botschaft teilweise überhaupt nicht angekommen ist, tut uns leid. Hinterher würden wir sicher alles anders machen. Nun ist es aber passiert. Wir werben mit dieser Mitteilung also um euer Verständnis und versprechen euch schon jetzt, dass ihr euch in den nächsten Spielen wieder voll und ganz auf euren Block 22C verlassen könnt.
Wir werden diesen Text auch bei den nächsten Spielen als Flyer verteilen. Außerdem bitten wir euch diese Info gerne weiterzugeben. Nur gemeinsam sind wir stark!
Eure Chosen Few Hamburg für den Block 22C!
Re: Polizei & Ordnungsdienst
Verfasst: 27.10.2008 17:16
von Nicole
24.10.2008 - Paris SG
„Persönlich hatte ich so etwas bisher noch nicht erlebt“
Am gestrigen Donnerstag spielte Paris St.-Germain auf Schalke. Über 500 Fans des Clubs aus der französischen Hauptstadt hatten sich in Gelsenkirchen eingefunden. Stadionwelt-Mitarbeiter Johannes Mäling war vor Ort und weiß nichts Gutes zu berichten.
Stadionwelt: TV-Kommentator Thomas Wark sprach bei der ZDF-Übertragung von Auseinandersetzungen vor dem Stadion und dass die Ordner froh wären, wenn die PSG-Fans wieder weg wären. Was kannst Du dazu sagen?
Mäling: Letztendlich war es so, dass ein Großteil der angereisten französischen Fans den Gang ins Innere des Stadions erst einmal verweigerte, weil vor der Arena ein Zelt für Leibesvisitationen aufgestellt war. Es gab wohl ein bisschen Gerangel. Das Gerücht machte die Runde, dass sich jeder Fan komplett ausziehen müsse.
Stadionwelt: Und war an dem Gerücht was dran?
Mäling: Mir ist von Parisern mitgeteilt worden, dass sich ausnahmslos alle Fans ausziehen mussten. Dabei wurde keine Unterscheidung zwischen „normalen“ Fans und Ultras gemacht. Ich persönlich musste mich vor zeitweise bis zu vier Ordnern sogar ganz entkleiden.
Anfangs weigerten sich die Fans das Stadion zu betreten.<br />Alle Bilder: Supras Auteuil
Anfangs weigerten sich die Fans das Stadion zu betreten.
Stadionwelt: Hast Du etwas derartiges schon einmal erlebt?
Mäling: Um ehrlich zu sein: Nein! Sicherlich sind einem vergleichbare Fälle bekannt. Beispielsweise der Fall mit einer Dresdnerin aus dem Jahre 2005, die sich beim Spiel in Saarbrücken entkleiden musste. So weit ich mich erinnere hat ein Gericht entschieden, dass das in diesem speziellen Fall unverhältnismäßig war. Persönlich hatte ich so etwas bisher noch nicht erlebt.
Stadionwelt: War das Vorgehen der Ordner den gestern verhältnismäßig?
Mäling: Klares Nein. Aus meiner Sicht wurde ein Punkt überschritten, um Pyro im Stadion zu verhindern. Sicherlich ist es in Frankreich einigermaßen normal, dass während der Spiele gezündelt wird. Natürlich wurden gestern auch im Gästeblock während der zweiten Halbzeit einige wenige pyrotechnische Gegenstände gezündet. Das rechtfertigt die Vorgehensweise der Ordner in meinen Augen aber keinesfalls. Vor allem vor dem Hintergrund, dass Fans später angeblich gar nicht mehr kontrolliert wurden.
Stadionwelt: Wie reagierten die französischen Gäste auf die Situation?
Mäling: Letztendlich kamen die PSG-Fans doch noch in den Block. Nach dem ersten Entsetzen wurde allerdings erst einmal beschlossen, dass man das Stadion aufgrund der harschen Kontrollen nicht betrete. Viele sehen ein solches Vorgehen als Eingriff in die Privatsphäre an. Natürlich sind französische Fußballfans auch Kontrollen gewohnt, aber nicht in der gestern geschehenen Form. Die PSG-Fans werden sich nicht als willkommene Gäste gefühlt haben. Es gab Gesänge, in denen das Wort „GESTAPO“ vorkam.
Stadionwelt: Würden die Einlasskontrollen ausschließlich vom dortigen Sicherheitsdienst gemacht, oder waren auch Polizeibeamte beteiligt?
Mäling: Was ich mitbekommen habe, handelte es sich ausschließlich um den Sicherheitsdienst.
Stadionwelt: Gerne hättest Du auch einige eigene Fotos der Kontrollen und Zelte mitgebracht. Wieso war das nicht möglich?
Mäling: Als ich die Fotos machte, meinte einer der Ordner, dies zu unterlassen. Dabei fiel der Satz „Den kontrollieren wir jetzt mal richtig“. In der Kabine schaute einer der Ordner, die Bilder auf meiner Kamera durch. Auch nach der Durchsuchung wurde mir noch einmal ausdrücklich verboten, Fotos von den Durchsuchungszelten zu machen. (Stadionwelt, 24.10.2008)
Quelle:
http://www.stadionwelt.de/neu/sw_fans/i ... ws_id=2082
Fotos dazu unter
http://www.ultras-ge.de
Re: Polizei & Ordnungsdienst
Verfasst: 03.11.2008 19:03
von Nicole
Re: Polizei & Ordnungsdienst
Verfasst: 06.11.2008 19:38
von Gipsy
FC Basel:
Die Disziplinarkommission der Swiss Football League (SFL) hat den FC Basel und die Young Boys wegen Fehlverhaltens seiner Fans mit 12'000 respektive 50'000 Franken gebüsst.
Den Vereinen selber konnte die SFL während der Partie vom 27. September kein Fehlverhalten vorwerfen. Während die Basler Anhänger "nur" bengalische Fackeln und Rauchkörper abbrannten, wurde im Gästesektor zusätzlich auch ein Knallkörper gezündet. Zudem warfen die YB-Fans einige Fackeln in andere Zuschauer-Sektoren - allerdings nicht gezielt.
Bei einem ähnlichen Vorfall anlässlich der Partie zwischen dem FC Basel und dem FC Zürich vom 2. Mai wurde der Gastklub mit zwei "Geisterspielen" und 30'000 Franken gebüsst. Damals hatten FCZ-Fans gezielt brennende Fackeln in einen unterhalb von ihnen gelegenen Sektor mit Familien geworfen.
und nochmal
Basel - Harte Strafen für FCB-Anhänger. Insgesamt 26 Basler Fussballfans werden für den Gewaltausbruch nach der verlorenen Meisterschaft im Mai 2006 hart bestraft.
Das Basler Strafgericht begründete die drei bedingten Freiheitsstrafen von bis zu zwölf Monaten und die bedingten Geldstrafen von bis zu 210 Tagessätzen mit schwerem Verschulden. Die Behörden begrüssten die Urteile.
Für die «Schande von Basel» im St. Jakobspark am 13. Mai 2006 mussten sich 25 Männer und eine Frau verantworten. Sie waren zusammen mit Hunderten losgestürmt, um ihren Frust über die in letzter Sekunde verlorene Meisterschaft abzureagieren. Es gab 115 Verletzte und über 400'000 Franken Sachschaden.
Das Verschulden der Einzelnen wiege sehr schwer, erklärte Einzelrichter Lukas Faesch. «Wer eine Niederlage seiner Mannschaft nicht erträgt, hat im Stadion nichts zu suchen, solche Subjekte sind keine Fans», sagte er. Das Vertrauen rund um den Fussball sei durch ihr Verhalten schwer beschädigt.
Am härtesten bestraft wurden jene, denen neben Gewalt und Drohung gegen Beamte, Sachbeschädigung und Landfriedensbruch auch mehrfache Gefährdung des Lebens nachgewiesen werden konnte:
Mit zwölf Monaten Gefängnis bedingt auf drei Jahre wurde ein 39-Jähriger bestraft, der von der Terrasse der Hattrick Sport Bar vor dem Stadion eine Holzbank und einen Tisch aus sechs Metern Höhe auf die Jakobsstrasse geworfen hatte. Der einschlägig bekannte Hooligan hatte dies bestritten und von einem «Doppelgänger» gesprochen, was aber mit Bildmaterial und Zeugenaussagen widerlegte wurde.
Neun Monate bedingt erhielt ein 29-Jähriger, der vom gleichen Ort aus eine Holzbank auf die Strasse warf. Das Gericht sprach in beiden Fällen von einem «perfiden, skrupellosen und feigen» Vorgehen. Neun Monate bedingt gab es für einen 22-Jährigen, der Absperrgitter beschädigt und Fackeln gegen die Polizei geschleudert hatte.
Auch die durchwegs bedingten Geldstrafen fielen hoch aus, entspricht doch ein Tagessatz einem Tag Gefängnis: 210 Tagessätze zu 50 Franken fasste ein 33-Jähriger, der Steine gegen die Polizei schleuderte. 200 Tagessätze zu 30 Franken erhielt ein 23-Jähriger, der Absperrgitter in eine Unterführung warf.
An dieser Tat war auch ein 22-Jähriger beteiligt, der zusätzlich für Stein- und Flaschenwürfe 200 Tagessätze zu 110 Franken fasste. 200 Tagessätze zu 130 Franken gab es für einen 37-Jährigen, der auf dem Spielfeld Metallteile gegen Zürcher Fans und Polizei geschleudert hatte.
Mit 120 Tagessätzen zu 30 Franken wurde ein 25-Jähriger bestraft, der auf dem Spielfeld den Zürcher Meistertorschützen Iulian Filipescu mit Fusstritten attackiert haben soll. Diesen Vorwurf liess das Gericht fallen, da der Angeklagte vom Zürcher Spieler ebenfalls angegriffen wurde und einen Rippenbruch erlitt.
Ein 23-Jähriger, dem ein Angriff auf Filipescu nicht nachgewiesen werden konnte, wurde wegen Beteiligung am Krawall mit 100 Tagessätzen zu 130 Franken belangt. Die einzige Frau erhielt 120 Tagessätze zu 90 Franken.
Die 29-Jährige hatte bei einer Tramhaltestelle eine Bierbüchse gegen die Polizei geworfen. In zwei Fällen gab es Bussen von 1'000 beziehungsweise 1'500 Franken. Das Basler Sicherheitsdepartement begrüsste die Schuldsprüche in allen Fällen. Dies sei ein deutliches Signal gegen Randalierer und die anhaltenden Gewalt an Sportveranstaltungen, erklärte Regierungsrat Hanspeter Gass.
http://78.47.229.203/index.php?option=c ... 1&Itemid=1
Re: Polizei & Ordnungsdienst
Verfasst: 06.11.2008 19:42
von Gipsy
Team Green bereitet sich vor:
Stuttgart - Am Donnerstagabend empfängt der VfB Stuttgart Partizan Belgrad als Gegner im Uefa-Cup. Dessen Fans zeichnen sich durch den Einsatz von Pyrotechnik aus, der serbische Club war bereits ein Jahr international gesperrt. Die Polizei stellt sich auf einen heißen Abend ein.
Wenn am Donnerstagnachmittag die Fußballfans in Richtung Stadion vorrücken, beginnt für rund 400 Polizisten und zahlreiche Sicherheitsleute des VfB eine Sonderschicht.
Die Begegnung zwischen dem VfB Stuttgart und dem mehrfachen serbischen Meister Partizan Belgrad gilt als brisant, jedoch außerhalb des eigentlichen Spielfeldes. Denn die Belgrader Fans haben nicht den besten Ruf.
250 Karten gingen an Patrizian Belgrad Fans
Bisher ist die Mercedes-Benz-Arena noch lange nicht ausverkauft: Rund 25'000 Karten sind gebucht, davon gingen etwa 150 an Fans in der serbischen Hauptstadt Belgrad.
Weitere 250 Karten hat Partizan Belgrad an Anhänger verkauft, die in Deutschland leben. Die Fans des Clubs mit den Vereinsfarben schwarz-weiß mögen es in den Stadien gerne bunt: Sie sind dafür bekannt, massenhaft Pyrotechnik einzusetzen. Auch Gewalttätigkeiten führten schon zu Problemen bei internationalen Spielen:
Immer wieder mussten Europapokalspiele unterbrochen werden, weil auf den Tribünen munter gezündelt wurde. Nach Ausschreitungen bei einem Qualifikationsspiel gegen einen Club aus Mostar war Partizan Belgrad trotz haushoher Siege in der Saison 2007/08 im Uefa-Cup gesperrt. Die Fans des Clubs, der es im Jahr 2005 bis ins Achtelfinale geschafft hat, nennen sich selbst "Grobari" - Totengräber.
Der VfB hat sich auf die Gäste umfassend vorbereitet. Wie bei der Weltmeisterschaft 2006 wird es Vorkontrollen auf der Mercedesstraße und am Fritz-Walter-Weg geben, nur wer eine Eintrittskarte hat, darf zum Stadion. Von 12 Uhr an wird die Mercedesstraße von der Talstraße an gesperrt, die Fans werden durch Absperrgitter in ihre Blöcke geleitet.
Matthias Huber, Sicherheitschef beim VfB, hat die Ordnungskräfte verstärkt. Er hofft, dass das Spiel ohne Unterbrechungen ablaufen wird: "Die Gäste aus Belgrad wissen, was sie nicht mit ins Stadion nehmen dürfen", erklärt er. In Serbien wären die Sicherheitsdienste beim Thema Pyrotechnik nicht so streng.
Wenn Fangruppen von Partizan Belgrad in den Blocks der Roten auftauchen, sollen sie umgeleitet werden, "dafür haben wir genügend Tauschkarten zur Verfügung", erklärt Huber. Einzelne Anhänger der Schwarz-Weißen würden aber geduldet.
Auch die Polizei beobachtet aufmerksam die Fanströme nach Stuttgart. 300 bis 400 Polizisten seien im Einsatz, erklärt Polizeisprecher Stefan Keilbach, weitere stünden bereit, wenn es zu Auseinandersetzungen kommen sollte. Zwei Reisebusse mit Fußballspielbesuchern seien angekündigt, die serbischen Fans hätten aber viele Reisemöglichkeiten:
"Jeden Tag kommt ein Bus aus Belgrad am Zentralen Omnibusbahnhof an", sagt Keilbach. Und auch zwei Flugzeuge würden morgen landen. Viele Fans würden sicherlich auch mit dem eigenen Auto kommen. Die Polizei werde intensiv kontrollieren, ob die Fans Feuerwerk dabei haben, notfalls auch mit eigens ausgebildeten Spürhunden.
Gereizte Stimmung
Dabei werde eng mit den Ordnungsleuten des VfB zusammen gearbeitet. Die serbischen Fans hatten beim Public Viewing bei der WM eine "gereizte Stimmung" verbreitet, wie sich der Polizeisprecher erinnert - morgen in der Mercedes-Benz-Arena soll alles dafür getan werden, dass es nur auf dem Spielfeld zu einem packenden Kampf kommt.
Auch 14 Polizeireiter sollen eingesetzt werden - trotz der umstrittenen Vorfälle beim Derby gegen den Karlsruher SC, als mehr als 20 Spielbesucher beim Einsatz der Reiterstaffel verletzt wurden.
Damals räumte die Polizei nachträglich Fehler ein und erklärte, zwei Reiter hätten sich bedrängt gefühlt und den Schlagstock eingesetzt. KSC-Fans hatten davon gesprochen, dass die Reiter "durch die Menge gerast" seien. "Wir halten am Einsatz der Reiterstaffel nach wie vor fest", erklärt Stefan Keilbach.
Da auf dem Wasen gerade ein Zirkus gastiert, stehen weniger Parkplätze zur Verfügung. Damit das Spiel pünktlich um 18 Uhr angepfiffen werden kann, sollten die Besucher etwa zwei Stunden vorher anreisen.
http://78.47.229.203/index.php?option=c ... 9&Itemid=1
Re: Polizei & Ordnungsdienst
Verfasst: 22.11.2008 10:57
von Revo
in der oktober-ausgabe widmet sich die zeitschrift "deutsche polizei", das organ der polizeigewerkschaft, dem thema fußball und fans:
http://www.gdp.de/gdp/gdp.nsf/id/_dp200 ... ol0810.pdf
konnte mir das noch nicht genauer anschauen, ist aber mal interessant. insbesondere die sichtweise über das deutsche ultratum (S. 14)...
Re: Polizei & Ordnungsdienst
Verfasst: 24.11.2008 15:39
von Juri
"
Hartgesottene Randalierer sind vor Ort abzuwehren –
wie die Ultras (siehe hierzu den Beitrag ab Seite 16) –, die die Polizei ganz offen als ihren verhassten Feind betrachten und entsprechend handeln."
Früher war das meine Lieblingszeitschrift, habe immer die Polizeiautos darin gezählt.

Re: Polizei & Ordnungsdienst
Verfasst: 24.11.2008 20:42
von Bankwärmer
Nachdem durch die Problemfanklientel in den Blöcken 27 und 27a der Einsatz von Polizei und Ordnungsdienst durch Zeigen von Transparenten provoziert worden war.
Das den immer noch nicht auffällt, dass das Schwachsinn war und sich auch genauso liest.
Gemeint ist denke ich mal der "Ostseestadion"-Banner.
Re: Polizei & Ordnungsdienst
Verfasst: 29.11.2008 18:48
von Kreato
ca. 250 Frankfurter wurden vor dem heutigen Spiel in Bremen grundlos festgenomme, darunter sogar der Leiter des Frankfurter Fanprojekts
http://www.sge4ever.de/
und hier ist die "passende" Pressemeldung von Radio Bremen dazu
http://www.radiobremen.de/nachrichten/r ... p?id=57234
link aktualisiert
Re: Polizei & Ordnungsdienst
Verfasst: 29.11.2008 18:58
von Roberto
"Diese Meldung existiert nicht (mehr)"
Re: Polizei & Ordnungsdienst
Verfasst: 30.11.2008 16:53
von nück
Die Polizei gibt selbst zu das die Ultras als größter Feind gesehen werden.
Hooligans werden nur kurz nebenbei erwähnt.
Re: Polizei & Ordnungsdienst
Verfasst: 30.11.2008 18:56
von Zimtgebaeck
Quelle?
Re: Polizei & Ordnungsdienst
Verfasst: 30.11.2008 19:00
von Soccer_Scientist
Zimtgebaeck hat geschrieben:Quelle?
Lies doch im Stadionmagazin nach!
Re: Polizei & Ordnungsdienst
Verfasst: 30.11.2008 21:01
von Bankwärmer
Festnahme für Zivilcourage
Gab es während der Hinfahrt eigentlich kaum Probleme mit der mitgereisten Polizei, wie sich nachher heraus stellte handelte es sich dabei um Beamte der Spezialeinheit „BFE“ (Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit), so änderte sich die Lage schlagartig beim Ausstieg. So wurde ein Fan festgenommen, weil er einen anderen Fan zu Recht wies, dass Fußballspiele nicht zur Verbreitung von rechtem Gedankengut geschaffen wurde. Während derartige Aktionen beim Spiel des SV Werder in Bochum mit viel Beifall aufgenommen wurden und es sogar Lob vom DFB-Präsidenten gab, wird so etwas vom BFE mit einer Festnahme belohnt. Super sympathische Typen also. Für diese Aktion darf es auf keinen Fall ein Stadionverbot geben!
Tyrala im KopfballduellLogische Konsequenz war natürlich, dass sich die Zugfahrer fortan weigerten, ohne den Festgenommen zum Stadion zu gehen. Ein sehr schönes Beispiel dafür, dass die Solidarität in der aktiven Dortmunder Fanszene hervorragend existiert. Auf der anderen Seite versuchte die Truppe des BFE mit aller Macht die Zugfahrer mit aller Härte vom Bahnsteig zu drängen. Dass hierbei zum ersten Mal Schlagstöcke gegen absolut friedliche Fußballfans eingesetzt wurden, muss unbedingt Erwähnung finden.
Provokationen des BFE enden mit Festnahmen
Jubel zu "Auch in der vierten Liga"Was sich dann am Bahnsteig abspielte lässt sich kaum in Wort fassen. Dafür war die Situation für uns Dortmunder einfach zu ungewohnt und alles wirkte wie ein schlechter Traum. Da sich der Wormser Bahnhof in Umbauarbeiten befindet ging es nur schleppend zum Gleis. Eigentlich nicht weiter schlimm, wohl aber für unsere Spezialeinheit, dem BFE. So wurden friedfertige Fans erst weiter zum Gleis hochgeschubst, als es trotzdem nicht weiter ging, weil der Bahnsteig einfach vollkommen überfüllt war und Fans auf die Lage aufmerksam machten, tanzte der Knüppel. Unfassbar, wie man so eine Situation willkürlich herbeiführen kann. Doch es kam noch schlimmer. Als sich ein Fan über dieses vollkommen überzogene Verhalten des BFE beschwerte, sagte „Polizist“ X zu „Polizist“ Y, dass er sich doch mal das Gesicht merken möge und so dauerte es nur eine Minute und es gab es wilde Schlägerei der Kampftruppe, in der besagter Fan festgenommen wurde. Einfach unfassbar. Es gab weder Kontakt mit Wormsern, noch gab es Fehlverhalten auf Fanseite, einzig allein das Verhalten des BFE führte zur besagten Eskalation der Lage. Wie schon bei der Ankunft, wurde auf eine Weiterfahrt verzichtet, bis der Festgenommene die Heimreise mit antreten konnte. Der Zug gen Bingen fuhr demnach ohne Schwarzgelb los. Erst kurz vor Eintreffen des Zuges nach Mainz konnte der Festgenommene die Heimreise dank Vermittlung durch die BVB-Fanbetreuung mit antreten. Die Stimmung war ab hier mehr als gedrückt, sollte sich aber noch weiter verschlechtern. In Mainz stand der Anschlusszug nach Koblenz direkt auf das Torschütze Hünemeier bei den Fansgegenüberliegende Gleis, also kein großes Thema, wenngleich die Bundespolizei den Zug direkt mit einer Hundertschaft inklusiv tierischer Begleitung abschottete. Als beim Umstieg dann einige Fans die Zeit nutzten um wenigstens mal eine Zigarette zu rauchen (im Zug war dies ja nicht möglich), so rief dies direkt wieder unsere so geliebte Spezialeinheit auf den Plan. Mit Knüppelschlägen gegen Kopf und Körper wurden die Fans in den Zug geprügelt. Dabei wurde keine Rücksicht auf Alter oder Geschlecht genommen. Ein „Polizist“ schlug gar hemmungslos auf zwei Frauen ein. Einfach ein unfassbares und nicht hinnehmbares Verhalten, was selbst von der Hundertschaft in Worms und Mainz bestätigt wurde. Wenn man dann noch berücksichtigt, dass alle Szenen immer mit mindestens zwei Kameras gefilmt wurden und sich die Beamten diese unter schallendem Gelächter und Worten wie „Den habe ich aber gut getroffen“ im Zug angeschaut wurden, kann man nur noch mit dem Kopf schütteln. Als dann noch zwei Fans auf den Gang zur Toilette mithörten, wie sich ein „Polizist“ des BFE damit brüstete die zwei Frauen mit seinem Schlagstock geschlagen zu haben, muss man sich echt fragen, mit was für Menschen man es da zu tun gehabt hatte. Das sollen etwa Staatsdiener sein? Auch einen Tag danach fehlen einem immer noch die Worte. Auf einer absolut lauen Fahrt werden friedliche Fans so dermaßen schikaniert und Die Welle nach Schlusspfiffprovoziert, dass es letztlich knallt. Gerechtigkeit wird es hierfür wohl nie geben, da die Polizeiberichte wohl wieder dermaßen geschönt werden, dass man wieder von randalierenden Dortmunder Hooligans schreiben wird. Das eskalierende Verhalten, das wie gesagt auch von anderen Polizeibeamten bestätigt wurde, wird keine Erwähnung finden. Wie auch, schließlich möchte man ja so einen Einsatz rechtfertigen.
Hier sollten sich aber die verantwortlichen Stellen mal hinterfragen, ob dies wirklich so okay ist und man hier nicht maßlos übertreibt. Bei den letzten Spielen des BVB II gab es nie derartige Probleme, sei es mit Fans des Gegners oder mit der Polizei. Dass es ausgerechnet beim ersten Mal Probleme gibt, wo man vom BFE begleitet wird, sollte den verantwortlichen Personen bei der Polizei zu denken geben. Insbesondere deren menschenverachtendem Verhalten. Den geschädigten Fans kann man nur eine Anzeige an Herz legen, damit derartige Schikanen nicht zum Dauerzustand werden. Ich kann mittlerweile die Spielberichte der EFU nachvollziehen (in Erfurt sind wohl zwei Hundertschaften der BFE stationiert) und möchte gar nicht an die Bayernultras und deren Probleme mit dem USK denken.
Zu erwähnen bleibt noch, dass die Umstiege in Koblenz und Düsseldorf problemfrei verliefen, wenngleich dem BVB-Anhang keine Möglichkeit gewährt wurde, Getränke oder Essen zu kaufen. Spruchbänder wie „Freie Bürger – Nein Fußballfans“ und „Wer beschützt uns vor unseren Beschützern?“, die bei uns auf der Süd im Laufe der Jahre gezeigt wurden, bekommen auf jeden Fall eine ganz neue Bedeutung.
Aufgrund derartiger Vorfälle, verliert man jeden Spaß am Fußball, aber genau das ist es, was die Polizei mit einem derartig menschenverachtenden Verhalten erreichen möchte.
In diesem Sinne: Alle nach Essen, alle nach Mainz.
http://www.schwatzgelb.de/index.php?id=4586
Worms - Dortmund II
Re: Polizei & Ordnungsdienst
Verfasst: 01.12.2008 15:09
von Ggaribaldi
Jeder Scheiss wird doch mit dem Handy gefilmt...warum gibt es so wenig Aufnahmen von berichteten Polizeiübergriffen?
Re: Polizei & Ordnungsdienst
Verfasst: 01.12.2008 17:13
von FightingPuck1897
Weil die nette Polizei dann zum Filmer geht und ihn die Datei löschen lässt.Original schon mal gesehen
Re: Polizei & Ordnungsdienst
Verfasst: 01.12.2008 17:20
von Firaball97
Echt was wollen die denn machen ?
Re: Polizei & Ordnungsdienst
Verfasst: 01.12.2008 17:24
von Ggaribaldi
FightingPuck1897 hat geschrieben:Weil die nette Polizei dann zum Filmer geht und ihn die Datei löschen lässt.Original schon mal gesehen
Das glaub ich gerne, dass das
mal geschieht...aber kaum immer, allein weil die Polizei auch nicht alles sieht.