Re: Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit im Fußball
Verfasst: 26.04.2016 12:58
Oha, ich Depp
. Danke, Socci
https://www.oldenburg-forum.de/
Horstcauso hat geschrieben:War das nicht auch mal beim Glücksrad ??Soccer_Scientist hat geschrieben:Sowas wieGgaribaldi hat geschrieben:"HKN KRZ"
Ws bdtt ds?
SWSTK


https://www.facebook.com/ultrapeinlich/ ... 7468783391" onclick="window.open(this.href);return false;Ultrapeinlich hat geschrieben:Der Schwimm- und Sportverein Ulm gilt für viele Fußballfans als "Traditionsverein". Doch in unseren Augen kann dieser Verein in der Oberliga Baden-Württemberg oder noch tiefer versauern, wenn zu dieser Tradition auch rassistisches Gedankengut zu zählen ist. Ebendies wurde vergangenen Donnerstag im Derby gegen Reutlingen auf Spruchbändern geäußert. Bezeichnenderweise behandelte weder die Lokalpresse diese menschenfeindlichen Äußerungen, noch distanzierte sich der SSV Ulm 1846 Fußball e.V..
Vier Jahre und fünf Monate Haft für Hansa-Steinwerfer
Das Landgericht Rostock hat einen Anhänger des Drittligisten Hansa Rostock wegen schwerer Körperverletzung zu vier Jahren und fünf Monaten Gefängnis verurteilt. Die Richter sahen es am Montag als erwiesen an, dass der 33-Jährige während Ausschreitungen am Rande des Heimspiels gegen Dynamo Dresden im November 2014 Steine auf Polizisten geworfen hat. Dabei verletzte er einen Beamten.
http://www.polizei-beratung.de/themen-u ... hkeit.html" onclick="window.open(this.href);return false;Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
Die Sozialwissenschaften bieten zahlreiche theoretische Erklärungsansätze, um das Phänomen rechtsextremistischer Einstellungen zu erklären. Ein Ansatz ist zum Beispiel das Konzept der "Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit". Dieses Konzept basiert auf einer Langzeitstudie, bei denen ein repräsentativer Bevölkerungsausschnitt zu Themen befragt wurde, die in Zusammenhang mit dem Phänomen des Rechtsextremismus stehen. Anhand folgender zwölf Elemente zeigt sich eine "Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit":
Rassismus (Vorurteil, das Menschen aufgrund von äußeren Merkmalen in Rassen aufteilt und diese unterschiedlich bewertet),
Fremdenfeindlichkeit (feindselige Einstellung gegenüber Personen oder Gruppen, die als fremd angesehen werden),
Antisemitismus (rassistisch begründete Einstellung gegenüber Juden als Person oder Gruppe),
Abwertung homosexueller Menschen,
Abwertung wohnungsloser Menschen,
Abwertung behinderter Menschen,
Abwertung langzeitarbeitsloser Menschen,
Abwertung asylsuchender Menschen,
Abwertung von Sinti und Roma,
Islamfeindlichkeit (generell ablehnende Einstellung gegenüber muslimischen Personen und allen Glaubensrichtungen, Symbolen und religiösen Praktiken des Islam),
Etabliertenvorrechte (Leugnung der Gleichwertigkeit aller Menschen und Behauptung, es gebe Rangfolgen, die beispielsweise
Alteingesessene über die neu Hinzugekommenen stellt),
klassischer Sexismus (geschlechtsdiskriminierende Vorstellungen in der Bevölkerung).
Ein Hauptproblem des Zusammenwirkens der verschiedenen Elemente besteht in der schleichenden "Vergiftung" eines liberalen Klimas. Dies äußert sich in abwertenden Meinungen, die von wachsenden Teilen der Bevölkerung geteilt werden. Oftmals versuchen rechtsextremistisch motivierte Straftäter ihr Handeln mit dem Argument zu rechtfertigen, man setze doch nur um, "was alle anderen denken". Manifest wird die damit einhergehende Gefahr immer dann, wenn größere Teile der Bevölkerung einzelnen der genannten Aspekte zustimmen (was in den bisherigen Befragungen festgestellt werden musste).
Von dem es ja tatsächlich eigentlich immer weniger gibt. Ich glaub die Szene war selten so friedlich, wie heutzutage.Ggaribaldi hat geschrieben:Ist das der neue Ausdruck für linksradikales Krawalltouristenpack?
http://www.vice.com/de/read/wenn-deutsc ... -schiessen" onclick="window.open(this.href);return false;"Lauf, Schwarzer!" Wenn Deutschland-Fans auf Schwarze schießen
Beide Männer trugen Deutschlandtrikots und hatten kurze, blonde Haare—mehr konnte das 21-jährige Opfer nicht erkennen, bevor einer der Männer aus dem Auto eine Pistole auf ihn richtete, "Lauf, Schwarzer!" rief und abdrückte. Der junge Mann rannte davon, bis zum Hauptbahnhof, und brach später zu Hause heulend im Bad zusammen.
Passiert ist das ganze kurz nach Ende des Deutschlandspiels am Sonntagabend in Stuttgart, und das einzige erkennbare Motive ist bis jetzt, dass der Mann schwarz ist. Die Polizei fand am Tatort Hülsen mit Schreckschuss-Munition—offenbar wollten sich die Männer mit ihrem Opfer einen Spaß erlauben. "Dass so etwas hier passieren kann, erschüttert uns", zitieren die die Stuttgarter Nachrichten die Mutter des Opfers. "Mein Sohn ist so ein selbstbewusster, bestens integrierter junger Mann. Er arbeitet im Freiwilligen Sozialen Jahr mit Behinderten und will etwas Soziales studieren. Wer kann ihm so etwas antun?"
ui da steckt aber viel an unvollendetem wissen drin.Soccer_Scientist hat geschrieben:Wird der Fußball immer antisemitischer?
https://sports.vice.com/de_de/article/w ... emitischer" onclick="window.open(this.href);return false;
Gibt es positive Beispiele dafür, wie sich eine Fanszene selber reinigen kann, wenn es darum geht, sich gegenüber Antisemiten im Block zu wehren?
Bei Borussia Dortmund gab es früher ein großes Problem mit rechtsradikalen Fans. Auch dank jahrelanger intensiver Fanarbeit hat man es geschafft, dass heute im BVB-Fanblock eine wesentliche offenere und toleranter Kultur herrscht. Viele deutsche Vereinsmuseen beschäftigen sich seit Jahren mit der Aufarbeitung der eigenen antisemitischen Vergangenheit, ich habe das selbst beim HSV und Eintracht Frankfurt beobachten dürfen. Das ist ein wichtiger Part in der Erziehung der eigenen Fans. Was für positive Ergebnisse das haben kann, zeigt sich am Beispiel der Bayern-Anhänger, die vor zwei Jahren an den von Nazis verjagten ehemaligen Vereinspräsidenten Kurt Landauer erinnerten.
"Lässt sich durch das Erstarken der AfD eine Zunahme der antisemitischen Auswüchse im Fußball beobachten?"Soccer_Scientist hat geschrieben:Wird der Fußball immer antisemitischer?
https://sports.vice.com/de_de/article/w ... emitischer" onclick="window.open(this.href);return false;
Die TAZ hat dabei noch so ein paar andere flotte Sprüche von AfD-Vertretern gesammelt:„Wie der Islam der äußere Feind, so waren die talmudischen Ghetto-Juden der innere Feind des christlichen Abendlandes […]. Als sich im 20. Jahrhundert das politische Machtzentrum von Europa in die USA verlagerte, wurde der Judaismus in seiner säkular-zionistischen Form sogar zu einem entscheidenden Wirk- und Machtfaktor westlicher Politik. […] Der vormals innere geistige Feind des Abendlandes stellt jetzt im Westen einen dominierenden Machtfaktor dar, und der vormals äußere Feind des Abendlandes, der Islam, hat via Massenzuwanderung die trennenden Grenzen überrannt, ist weit in die westlichen Gesellschaften eingedrungen und gestaltet diese in vielfacher Weise um.“
Bereits 2015 hatte der AfD-Lokalpolitiker Gunnar Baumgart aus Bad Münder die nazistischen Geschichtsrevisionisten und Holocaust-Leugner Ernst Zündel, Germar Rudolf und Fred Leuchter verteidigt und auf Facebook einen Artikel verlinkt, der behauptete, dass „kein einziger Jude“ durch „Zyklon B oder die Gaskammern umgekommen“ sei. Baumgart, der betonte, dass, hätte er Kinder, diese „den Geschichtsunterricht in Deutschland nicht besuchen“ dürften
Entsprechendes Gedankengut findet man auch relativ leicht, wenn man die Facebook-Seiten der AfD durchgeht. Das sind nicht unbedingt Einzelmeinungen. Meist dauert es nur ein paar Klicks und man landet recht fix bei den "Protokollen der Weisen von Zion".Auch andere Funktionseliten der AfD haben sich antisemitisch geäußert, wie etwa deren hessischer Schatzmeister Peter Ziemann, der 2013 über „satanische Elemente der Finanz-Oligopole“ und „freimaurerisch organisierte Tarnorganisationen“ fantasiert hatte. Oder ihr brandenburgischer Kreistagsabgeordnete Jan-Ulrich Weiß, der den Investmentbanker Jacob Rothschild antisemitisch karikiert hatte. Oder der nordhessische AfD-Kreistagsabgeordnete Gottfried Klasen, der dem Zentralrat der Juden die „politische Meinungsbildungshoheit sowie die politische Kontrolle über Deutschland“ unterstellte. Und zuletzt hatte sich im Berliner Wahlkampf der stellvertretende AfD-Landesvorsitzende Hugh Bronson mit einem die Schoah relativierenden Vergleich exponiert, als er twitterte: „Extreme sind urdeutsch, wie Menschen in Zügen: Entweder Auschwitz oder Refugees Welcome. Beides falsch!“.