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Re: Polizei & Ordnungsdienst

Verfasst: 10.05.2010 15:08
von Dino
Solche Zivilisten retten auch nichts mehr, wenn die Polizeikräfte zu schwach sind. Nein, das war einfach bodenlos leichtsinnig und hätte leicht ins Auge gehen können. :lol:

Re: Polizei & Ordnungsdienst

Verfasst: 14.05.2010 00:44
von ParaRoxy
Dino hat geschrieben:Von der HP des SV Bad Rothenfelde:
Über 100 friedliche Fans aus Oldenburg hatten am gestrigen Mittwoch die Fahrt nach Bad Rothenfelde angetreten, um den VfB im heristo-sportpark zu unterstützen, über 50 davon waren mit dem Bus angereist. Vor, während und nach dem Spiel keine Krawalle, keine Aggressionen, so dass die 80 Polizeibeamten einen ruhigen Abend verbringen konnten.
Nur 80 Polizisten vor Ort. Wahnsinn. Gegen 100 VfB-Fans wären die bei einer Auseinandersetzung ja hoffnungslos unterlegen gewesen. :wink:
Stell dir mal vor wir hätten denen unsere Becherkinder auf den hals gehetzt :lol:

Re: Polizei & Ordnungsdienst

Verfasst: 31.05.2010 19:33
von Bankwärmer
Wäh­rend die Me­di­en voll sind mit di­cken Ar­ti­kel über »links­ex­tre­me Ge­walt« und »Pro­blem­fans«, wel­che an­geb­lich stän­dig die Bul­le­rei grund­los mit bru­tals­ter Ge­walt an­ge­hen, kommt eine Stu­die des Kri­mi­no­lo­gi­schen For­schungs­in­sti­tu­tes in Nie­der­sach­sen (KFN) zum Thema »Ge­walt gegen Po­li­zei­be­am­te« zu einem etwas an­de­ren, nicht wirk­lich über­ra­schen­den Er­geb­nis. Die ge­fähr­lichs­ten Geg­ner für deut­sche Po­li­zis­tIn­nen sind nicht De­mons­tran­tIn­nen oder Hoo­li­gans, son­dern schlicht und ein­fach Ehe­män­ner. Bei po­li­zei­li­chen Ein­sät­zen wegen »häus­li­cher Ge­walt« ( der of­fi­zi­el­len Be­zeich­nung für: Mann ver­prü­gelt und/oder ver­ge­wal­tigt seine Frau) er­lit­ten ge­nau­so viele Po­li­zis­tIn­nen schwe­re Ver­let­zun­gen wie bei De­mons­tra­tio­nen und Ein­sät­zen rund um Fuß­ball­sta­di­en zu­sam­men. Dabei stieg die Zahl der Fälle, in denen Po­li­zis­tIn­nen bei Ein­sät­zen wegen »häus­li­cher Ge­walt« min­des­tens sie­ben Tage lang dienst­un­fä­hig waren, zwi­schen 2005 und 2009 um fast 80 Pro­zent an. Als kon­kre­ten Grund für den hohen An­stieg wird das 2002 er­las­se­ne so­ge­nann­te »Ge­walt­schutz­ge­setz« ge­se­hen, wel­ches Ehe­frau­en end­lich er­mög­licht, ihre ge­walt­tä­ti­gen Män­ner von der Po­li­zei aus der Woh­nung ent­fer­nen zu las­sen.
http://regentied.blogsport.de/

Die noch etwas sachlicheren Hintergrund gibts in der Studie selbst: http://www.kfn.de/versions/kfn/assets/zwiggpolizei.pdf

Auf Seite 18 ist eine interessante Grafik, die zeigt, wo Polizisten im Dienst verletzt werden. Fußball macht da nur einen ziemlich kleinen Teil aus.

Re: Polizei & Ordnungsdienst

Verfasst: 31.05.2010 19:34
von Michi
Argh, da war er vermutlich 2 Sekunden schneller als ich...

Re: Polizei & Ordnungsdienst

Verfasst: 09.07.2010 08:09
von Soccer_Scientist
Rote Karte für prügelnde Fußball-Fans
...
40 Minuten nach Mitternacht stritten sich ein 27-Jähriger und ein 16-Jähriger. Wie die Polizei mitteilt, sollte der Jüngere die 22-jährige Freundin des Älteren belästigt haben. Wegen dieses Vorwurfs schlug er dem 27-Jährigen eine Flasche gegen den Kopf. Sein 19-jähriger Bruder nahm ebenfalls eine Flasche und warf sie dem Mann an den Kopf, der mit Platzwunden im Gesicht mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden musste.
...
http://www.nwzonline.de/Region/Stadt/Ol ... -Fans.html

Was um aller Welt hat das mit Fußballfans zu tun?

Re: Polizei & Ordnungsdienst

Verfasst: 09.07.2010 10:10
von JanW
da erwarte ich ein stadionverbot für sehr sehr lange zeit .. wo kommen wir denn da hin wenn man sich auf offener straße prügelt . die wären für ein fussballstadion zu gefährlich

Re: Polizei & Ordnungsdienst

Verfasst: 09.07.2010 11:07
von Batz
Und Fahrverbot! Stell sich mal einer vor die würden sich im Auto Flaschen an den Kopp hauen!

Re: Polizei & Ordnungsdienst

Verfasst: 09.07.2010 11:09
von mikrowellenpete
Batz hat geschrieben:Und Fahrverbot! Stell sich mal einer vor die würden sich im Auto Flaschen an den Kopp hauen!
Also auch Glasflaschenverbot.

Re: Polizei & Ordnungsdienst

Verfasst: 09.07.2010 12:45
von Ggaribaldi
Passen dazu: Polizeigewalt in Deutschland:
Artiekö in der Zeit: http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitges ... lt-amnesty

Studie von Amnestie International:
TÄTER UNBEKANNT
MANGELNDE AUFKLÄRUNG VON
MUTMASSLICHEN MISSHANDLUNGEN DURCH
DIE POLIZEI IN DEUTSCHLAND

http://www.amnestypolizei.de/sites/defa ... ternet.pdf

Re: Polizei & Ordnungsdienst

Verfasst: 24.07.2010 17:42
von Horst_Cartwright

Re: Polizei & Ordnungsdienst

Verfasst: 24.07.2010 18:25
von Ggaribaldi

Re: Polizei & Ordnungsdienst

Verfasst: 28.07.2010 21:59
von Michi

Re: Polizei & Ordnungsdienst

Verfasst: 28.07.2010 23:03
von Schwede
Und wieso betrifft das die Polizei allgemein? Wollen wir mal aufrechnen wieviele Schwachwaffeln auf feige Weise Polizisten angegriffen haben? Was soll das bringen? Es sind hüben wie drüben Einzeltäter die solche Taten begehen. Wenn man auf der einen Seite sich davor verwehrt mit Tätern in einen Topf geschmissen und kollektiv bestraft zu werden, dann muss man doch für die "Gegenseite" die gleichen Maßstäbe gelten lassen, oder?

Re: Polizei & Ordnungsdienst

Verfasst: 29.07.2010 00:21
von cody
nein schwede, eben nicht

Re: Polizei & Ordnungsdienst

Verfasst: 29.07.2010 03:27
von cody
schwede, im ernst, dir hätte ich eine solch naive auffassung eigentlich nicht zugetraut. wenn ich z.b. als fußballfan einen polizisten tätlich angreife, ist das selbstverständlich etwas, das verfolgt und bestraft gehört. komme ich letzlich ungeschoren davon, ist das sicher zu bedauern.
wer allerdings meint, die gewalt gegen polizisten und die von polizisten ausgeübte gewalt aufrechnen zu können und achselzuckend sagt, daß es halt auf beiden seiten schwarze schafe gibt, hat die idee eines nach demokratischen prinzipien strebenden rechtsstaats schlichtweg nicht begriffen.
der grundlegende unterschied ist, daß ich als fußballfan die straftat als bürger begehe. dafür gibt es legitimierte vorgehens- und verfahrensweisen sowie eine rechtsprechung, und mit der strafe muß ich dann eben leben - fertig ist die kiste.
wenn ich aber als diensthabender polizist einen tätlichen angriff verübe ist das in einer völlig anderen dimension zu betrachten. denn dann verübe ich diesen nicht als bürger, sondern als vertreter des staates, der sich nunmal demokratie und rechtstaatlichkeit auf seine fahnen geschrieben hat. als bürger bin ich sozusagen "kunde" des staates, in diesem fall der strafverfolgung und rechtsprechung. als polizist aber bin ich representant und akteur des staates.. eine ganz andere verantwortung - vor diesem hintergrund geht es absolut gar nicht, daß ich mich unverhältnismäßig oder gar kriminell verhalte. auch wenn es nur einzelfälle sind, so etwas zu verhindern hat immense bedeuteung. zunächst einmal ist dies der staat gegenüber seiner eigenen aufassung schuldig. ein demokratischer rechtstaat mit grundlos prügelnden polizisten spricht mit gespaltener zunge, um nicht zu sagen, er verkauft eine illusion. dann ist da natürlich auch noch das demokratie- und partizipationsbewußtsein. konkrete studien kenne ich nicht, man liegt sicher nicht falsch mit der annahme, daß angemessenes verhalten aller polizisten große bedeutung für das vertrauen der bürger in die demokratie hat.
sicher sind auch polizisten menschen und daß mal einer durchtickt kann nie ausgeschlossen werden. um so wichtiger, wäre es, die beamten dafür sensiblisieren, daß die kehrseite von stärke demonstrieren immer potentiell unverhältnismäßiges verhalten ist, und daß sie als im auftrag des staates handelnde eben einer besonderen verantwortung unterliegen. wenn dann tatsächlich stattfindene gewaltakte nicht oder nur aliibimäßig verfolgt werden ist das für mich ein weiterer grund dafür, daß sich der staat samt allen seinen dreckigen repräsentanten von mir aus ins knie ficken kann, mich aber verdammt nochmal in ruhe lassen soll. ganz nebenbei wäre in diesem punkt zivilcourage von polizisten gefordert: nämlich daß sie vor den grundlosen provokationen und der gewalt ihrer kollegen, untergebenen und vorgesetzten eben nicht die augen verschließen, sondern ihrem auftrag nachkommen, nämlich gesetzlich nicht legitimierte gewalt zu verhindern und verfolgen. aber wie es halt so ist, ein schwein wäscht das andere und selbst wenn ich bedenken habe, bringe ich mich nicht dadurch in gefahr, meinem auftrag nachzukomen aber dafür meine karriere zu riskieren.

ich finde das eigentlich ziemlich einleuchtend. da ich dich, schwede, eigentlich für klug und aufgeklärt halte, gehe ich mal davon aus, daß du das mit dem aufrechnen nur so dahergesagt hast oder provozieren wolltest oder so

Re: Polizei & Ordnungsdienst

Verfasst: 29.07.2010 12:11
von ParaRoxy
sehr guter Beitrag!

Re: Polizei & Ordnungsdienst

Verfasst: 29.07.2010 12:26
von Soccer_Scientist
Südschwede hat geschrieben:Und wieso betrifft das die Polizei allgemein?
Weil es in dem Video um die Kennzeichnungspflicht für die Polizei geht. Wenn ich es richtig verstanden habe, dann wurden die Ermittlungsverfahren eingestellt, weil die Täter aufgrund mangelnder Identifizierungsmöglichkeiten nicht ermittelt werden konnten. Das wird angeprangert.

Re: Polizei & Ordnungsdienst

Verfasst: 29.07.2010 13:02
von Michi
Mit "betrifft Polizei allgemein" meinte ich eigentlich, dass es sich hierbei nicht um etwas Fußballbezogenes handelt. Dennoch fand ich das Video zeigenswert.
Nein, Kollektivstrafen will sicher keiner, Schwede, aber ein vernünftiges Strafmaß, sodass ich in diesem Staat ansatzweise auf Rechtstaatlichkeit schließen kann. Wie es auch gerne bei Fans und der Polizei gemacht wird, lassen sich hier Straftaten von Bürgern und der Polizei keineswegs gegeneinander aufrechnen, wie meine Vorredner bereits sagten. An der Stelle stimme ich cody mal voll zu, guter Beitrag.
In anderen Ländern gibt es unabhängige Behörden, die die Polizei auf den Prüfstand stellen. Das oder eine eindeutige Kennzeichnungspflicht würde mich ruhig schlafen lassen.

Re: Polizei & Ordnungsdienst

Verfasst: 29.07.2010 14:23
von das-zwölfte-bier
cody hat geschrieben:schwede, im ernst, dir hätte ich eine solch naive auffassung eigentlich nicht zugetraut. wenn ich z.b. als fußballfan einen polizisten tätlich angreife, ist das selbstverständlich etwas, das verfolgt und bestraft gehört. komme ich letzlich ungeschoren davon, ist das sicher zu bedauern.
wer allerdings meint, die gewalt gegen polizisten und die von polizisten ausgeübte gewalt aufrechnen zu können und achselzuckend sagt, daß es halt auf beiden seiten schwarze schafe gibt, hat die idee eines nach demokratischen prinzipien strebenden rechtsstaats schlichtweg nicht begriffen.
der grundlegende unterschied ist, daß ich als fußballfan die straftat als bürger begehe. dafür gibt es legitimierte vorgehens- und verfahrensweisen sowie eine rechtsprechung, und mit der strafe muß ich dann eben leben - fertig ist die kiste.
wenn ich aber als diensthabender polizist einen tätlichen angriff verübe ist das in einer völlig anderen dimension zu betrachten. denn dann verübe ich diesen nicht als bürger, sondern als vertreter des staates, der sich nunmal demokratie und rechtstaatlichkeit auf seine fahnen geschrieben hat. als bürger bin ich sozusagen "kunde" des staates, in diesem fall der strafverfolgung und rechtsprechung. als polizist aber bin ich representant und akteur des staates.. eine ganz andere verantwortung - vor diesem hintergrund geht es absolut gar nicht, daß ich mich unverhältnismäßig oder gar kriminell verhalte. auch wenn es nur einzelfälle sind, so etwas zu verhindern hat immense bedeuteung. zunächst einmal ist dies der staat gegenüber seiner eigenen aufassung schuldig. ein demokratischer rechtstaat mit grundlos prügelnden polizisten spricht mit gespaltener zunge, um nicht zu sagen, er verkauft eine illusion. dann ist da natürlich auch noch das demokratie- und partizipationsbewußtsein. konkrete studien kenne ich nicht, man liegt sicher nicht falsch mit der annahme, daß angemessenes verhalten aller polizisten große bedeutung für das vertrauen der bürger in die demokratie hat.
sicher sind auch polizisten menschen und daß mal einer durchtickt kann nie ausgeschlossen werden. um so wichtiger, wäre es, die beamten dafür sensiblisieren, daß die kehrseite von stärke demonstrieren immer potentiell unverhältnismäßiges verhalten ist, und daß sie als im auftrag des staates handelnde eben einer besonderen verantwortung unterliegen. wenn dann tatsächlich stattfindene gewaltakte nicht oder nur aliibimäßig verfolgt werden ist das für mich ein weiterer grund dafür, daß sich der staat samt allen seinen dreckigen repräsentanten von mir aus ins knie ficken kann, mich aber verdammt nochmal in ruhe lassen soll. ganz nebenbei wäre in diesem punkt zivilcourage von polizisten gefordert: nämlich daß sie vor den grundlosen provokationen und der gewalt ihrer kollegen, untergebenen und vorgesetzten eben nicht die augen verschließen, sondern ihrem auftrag nachkommen, nämlich gesetzlich nicht legitimierte gewalt zu verhindern und verfolgen. aber wie es halt so ist, ein schwein wäscht das andere und selbst wenn ich bedenken habe, bringe ich mich nicht dadurch in gefahr, meinem auftrag nachzukomen aber dafür meine karriere zu riskieren.

ich finde das eigentlich ziemlich einleuchtend. da ich dich, schwede, eigentlich für klug und aufgeklärt halte, gehe ich mal davon aus, daß du das mit dem aufrechnen nur so dahergesagt hast oder provozieren wolltest oder so
genauso ist das.. klasse beitrag

Re: Polizei & Ordnungsdienst

Verfasst: 29.07.2010 16:26
von Zachi
Michi hat geschrieben:Betrifft Polizei allgemein: http://www.horizont.net/kreation/fullsc ... lv&id=3907
Sehr guter Clip!