Wie schön war doch frü-
her das Männerleben.
Nach dem Ritt auf der Har-
ley machten wir es uns
auf der Liege im Garten
bequem, in der Linken
lässig den Jack Daniels
geschwenkt, in der Rechten
knisterte die Cohiba, auf dem
Grill qualmte das
suppentellergroße Hüft-
steak, der Player spielte
,,Highway to Hell". Das Le-
ben war gut.
Der Mann von heute ist
anders. Er hockt auf dem Jo-
ga-Kissen im Wintergarten,
raspelt an seinem Vollkorn-
knäcke, eng in seine Jack-
Wolfskin-Fleecejacke
gekuschelt (,,Weil ich friere schnell"),
nuckelt an seiner Bionade und
erklärt, warum im Umkreis
von 1,5 Kilometern das Rauchen
verboten ist: ,,Wir sind schwanger."
Da freut sich auch Grönemeyer,
der mit seinen unverständli-
chen Liedtexten im Hinter-
grund selbstverständlich
nicht fehlen darf.
Und als ob das Leben
nicht schon schaurig genug
wäre, jetzt auch noch dies:
Männer müssen Frauenfuß-
ball gut finden. Und wehe, ei-
ner lacht beim Spiel. Frauen-
fußball-toll-finden ist jetzt
gesellschaftlich verordnet.
Dem Vernehmen nach sollen
die drei öffentlichen Public-
Viewings in Deutschland so-
gar von der Polizei bewacht
sein, bei Flüchtenden wird
Pfefferspray eingesetzt.
Politisch korrekt steht
Frauenfußball für Integrati-
on, Gleichberechtigung und
dafür, dass Frauen genauso
viel können wie Männer. Außer
Fußballspielen.
Frauenfußball: Was für
ein Planet, auf dem sich
Frauen auf Anhieb für die
richtigen Schuhe entschei-
den? Steffi Jones statt Indiana
Jones. Die Welt ist so traurig
geworden.
