Ganja hat geschrieben: 31.10.2026 16:13
Was mich wirklich stoert, ist die fehlende Flexibilitaet im Ansatz. Wie lange hat es gebraucht, um endlich die Doppelsechs zu implementieren! Warum nicht mal Doppelspitze mit Demaj neben, oder sogar vor Facklam? Und uff, wenn die Verteidigung den Ball im Aufbau nicht fluessig und schnell verarbeiten kann, dann muss man auch mal was anderes versuchen, als nur den gegnerischen Stuermer muede zu spielen.
Sehe ich ähnlich. Was mich dabei besonders stört, ist, dass man scheinbar unbedingt an einem bestimmten System festhalten möchte, anstatt auch mal zu schauen, welche Spielertypen man eigentlich im Kader hat und wie man deren Stärken bestmöglich einbringen kann.
Wir verpflichten beispielsweise einen Dominik Kasper, der seine Stärken eigentlich auf der Acht oder Zehn hat, und setzen ihn auf die Sechs. Wir holen einen Leon Demaj, der in Lotte 15 Tore als Stürmer erzielt hat, und setzen ihn bei uns auf die Acht. Da frage ich mich schon, was der Gedanke dahinter ist.
Am Ende müssen sich sämtliche Neuzugänge dem System von Fossi anpassen, anstatt dass man auch mal bereit ist, das System an die vorhandenen Spieler anzupassen. Natürlich kann nicht jeder immer auf seiner Wunschposition spielen. Aber wenn sich diese Thematik durch den gesamten Kader zieht, muss man sich schon fragen, ob das der richtige Ansatz ist.
Ich bin der Meinung, dass man als Trainer die Stärken seiner Spieler zur Geltung bringen muss. Und dafür braucht es eben auch taktische Flexibilität. Wenn ich Spieler verpflichte, die bestimmte Qualitäten mitbringen, sollte ich mir doch überlegen, wie ich diese Qualitäten auf den Platz bekomme, anstatt sie in ein starres System zu pressen.
Genau deshalb verstehe ich auch manche Entscheidungen und unsere Transferpolitik nicht wirklich. Irgendwann muss man sich fragen, ob die Spieler nicht zum System passen oder ob der Trainer einfach nicht bereit ist, sein System an die Spieler anzupassen.
