Kane hat geschrieben: 07.09.2026 08:29
Ich habe mir mal bewusst 1 Tag Zeit genommen bzw. eine Nacht darüber geschlafen. Was ich aktuell erschreckend finde, ist diese ganze Weltuntergangsstimmung die hier wieder an den Tag gelegt wird "Spieler xy ist scheiße" "Die Mannschaft ist scheiße" "Wir werden niemals Meister" und natürlich darf das obligatorische Fossi & Schachten Bashing nicht fehlen.
Möchte mal wissen in welcher Welt einige Leben, vor 6 Jahren hatten wir noch ganz andere Probleme als gegen einen Gegner zu verlieren der sich hinten mit Mann und Maus rein gestellt hat. Übrigens hat Samstag die Mannschaft mit den besten Außen der Welt, dem besten Stürmer der Welt nicht ein mickriges Tor gegen einen Aufsteiger geschossen..
Uns ist allen bewusst, das sich hinten etwas ändern muss. Das kann man gerne auch konstruktiv besprechen (was einige hier auch bereits gemacht haben) aber immer diese völlige Weltuntergangsszenario ist wirklich mehr als anstrengend.
Nun ja, viele legen hier den Finger in die Wunde, und das tut eben weh. Dann bauscht sich das Ganze immer mehr auf, bis wir beim Thema "alles ist schlecht" sind. Ich habe mich auch einen Tag bewusst zurückgehalten.
Im Grunde genommen drehen wir uns dann doch im Kreis, weil es viele Probleme gibt, die wir auch im letzten Jahr hatten. Steht ein Gegner defensiv stark und macht das auch richtig gut, fehlen uns die Ideen und die Mittel, um das zu durchbrechen. Dann ist die Frage, woran das liegt. Sind es wirklich die Einzelspieler? Ist es die eindimensionale taktische Ausrichtung? Fehlt uns der Leader auf der 6, der die Zügel in die Hand nimmt, wenn es mal nicht so gut läuft?
Das sind alles Themen, die wir in der vergangenen Saison schon einmal hatten. Da hat es dann geheißen: So etwas kann mal passieren, Kopf hoch, weiter geht´s, andere machen auch mal Fehler usw.
Grundsätzlich: Ich bin glücklich, dass wir so dastehen, wie wir dastehen. Wir haben in den letzten Jahren viele Dinge richtig gemacht, und ich bin dankbar dafür. Fakt ist aber auch, dass es Spiele gibt, bei denen wir uns unglaublich schwer tun und kein Mittel finden das Spiel zu drehen. Dass wir defensiv nicht gut stehen, kann man natürlich feststellen. Wenn man sich das Gegentor anschaut, fehlen mir die Worte. Aber wo fängt eigentlich Defensivarbeit an, und wer muss mitarbeiten? Alles Fragen die man stellen darf.
Natürlich kann man jetzt einzelne Spieler kritisieren, zum Teil auch zu recht, aber wer hat denn gestern eine wirklich gute Leistung abgerufen?
Und am Ende sehen wir viele Dinge und Probleme, die es schon letzte Saison gab.